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Dtsch Arztebl 2019; 116(6): A-276

EB; nic; Rz

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Keine klinische Wirksamkeit von Olaratumab beim Weichteilsarkom – In einer klinischen Studie bei Patienten mit Weichteilsarkom konnte keine Überlebensverlängerung durch Olaratumab (Lartruvo®, Lilly) gezeigt werden. Daher sollen keine neuen Patienten mit Olaratumab behandelt werden.

Olaratumab wird in Kombination mit Doxorubicin angewendet zur Behandlung erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem Weichteilsarkom, wenn eine kurative Behandlung (Operation oder Strahlentherapie) nicht geeignet ist und wenn zuvor keine Behandlung mit Doxorubicin durchgeführt wurde.

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Während die Studienergebnisse weiter ausgewertet werden, kann eine bereits begonnene Behandlung mit Olaratumab fortgeführt werden, wenn der Patient klinisch davon profitiert. Das Sicherheitsprofil war in beiden Studienarmen vergleichbar. Es wurden keine neuen Risikosignale entdeckt. EB

Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 05–2019

Hypoglykämierisiko bei Diabetikern unter direkt wirkenden antiviralen Arzneimitteln (DAAV) – Bei Diabetikern kann es nach Einleitung einer Behandlung mit direkt wirkenden antiviralen Arzneimitteln (DAAV) gegen das Hepatitis-C-Virus (HCV) zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels und damit potenziell zu einer symptomatischen Hypoglykamie kommen. Zu Beginn der direkt wirkenden antiviralen Therapie – insbesondere in den ersten 3 Monaten – ist der Blutzuckerspiegel diabetischer Patienten engmaschig zu überwachen.

Bei Bedarf sind Änderungen der Diabetesmedikation vorzunehmen. Der für die Diabetesbehandlung des Patienten zuständige Arzt sollte bei Einleitung einer direkt wirkenden antiviralen Therapie hiervon in Kenntnis gesetzt werden.

Betroffene Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen: Daclatasvir; Dasabuvir; Elbasvir, Grazoprevir; Glecaprevir, Pibrentasvir; Ledipasvir, Sofosbuvir; Ombitasvir, Pariteprevir, Ritonavir; Sofosbuvir; Sofosbuvir, Velpatasvir; Sofosbuvir, Velpatasvir, Voxilaprevir. EB

Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 06–2019

Stabile Angina pectoris bei Begleiterkrankung Diabetes mellitus Typ 2 – Nahezu die Hälfte der Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung und Diabetes mellitus (DM) Typ 2 leiden unter einer stabilen Angina pectoris (AP). Diese Patienten benötigen dauerhaft eine antianginöse Therapie, welche die pektanginösen Beschwerden reduziert, ohne die glykometabolischen Parameter negativ zu beeinflussen. Ranolazin (Ranexa®, Berlin-Chemie) wird zur leitliniengerechten symptomatischen Therapie bei myokardialer Ischämie eingesetzt. Es ist das einzige in Deutschland verfügbare Antianginosum mit klinischen Studiendaten zu stabiler AP und Typ-2-DM.

Unter anderem konnte gezeigt werden, dass Ranolazin bei Patienten mit stabiler AP und DM die durchschnittliche Anzahl wöchentlicher AP-Attacken sowie die Einnahme kurzwirksamer Nitrate verminderte. Die Daten weisen zudem darauf hin, dass die antianginöse Wirkung von Ranolazin bei Patienten mit höheren HbA1c-Werten ausgeprägter zu sein scheinen. Sicherheitsanalysen zeigen darüber hinaus, dass unter Ranolazin keine vermehrten Hypoglykämien bei Patienten mit stabiler AP und Typ-2-DM im Vergleich zu Placebo auftreten. RZ

„Differentialdiagnose stabile AP – ein heterogenes Patientenkollektiv“, Veranstalter: Berlin-Chemie

Je schlechter der Schlaf, desto schlechter der Gesundheitszustand – Insomnie definiert sich als Ein- und Durchschlafstörungen oder ein Früherwachen, wenigsten 3-mal pro Woche über 3 Monate. Eine Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit tritt meist auf. Insomnie wird überwiegend durch chronischen Stress bewirkt und ist ein Risikofaktor für Gesundheitsprobleme wie Diabetes, Hypertonie, Depressionen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Erschöpfungs- und Angstzustände sowie Depression.

Zur Therapie der Insomnie eignen sich laut Prof. Dr. Ingo Fietze natürliche Arzneimittel wie Neurexan® (Heel). Studien zeigten, dass innere Unruhe als typische Stressreaktion sinkt, ebenso wie übermäßige Atmung, Herzschlag und Cortisolausschüttung. Hilfreich seien auch über 6 Wochen, Entspannungsübungen, Schlafhygiene, Lichttherapie, Sport am Abend oder Teegenuss. nic

„Stressbedingte Schlafstörungen: Erkenntnisse aus neuesten Studien“, Veranstalter: Heel

Pegfilgrastim-Biosimilar Pelmeg® verfügbar – Pelmeg (Mundipharma) ist zugelassen zur Verkürzung der Dauer von Neutropenien sowie zur Verminderung der Häufigkeit neutropenischen Fiebers bei erwachsenen Patienten, die wegen einer malignen Erkrankung mit zytotoxischer Chemotherapie behandelt werden (mit Ausnahme von chronisch-myeloischer Leukämie und Myelodysplastischem Syndrom). Pegfilgrastim wird als subkutane Injektion einmal pro Chemotherapiezyklus, mindestens 24 Stunden nach der zytotoxischen Chemotherapie, verabreicht. EB

Quelle: Pressemitteilung Munipharma

Zulassung von Xolair®Das Biologikum Xolair (Omalizumab, Novartis) als Fertigspritze ist zugelassen zur Selbstapplikation bei IgE-vermitteltem Asthma und chronischer spontaner Urtikaria (csU). Damit ist Omalizumab das erste und bislang einzige Biologikum, das für Patienten eine Selbstapplikation oder eine Verabreichung durch eine Betreuungsperson bietet. Dadurch werden Arztbesuche und Klinikaufenthalte reduziert und zudem eine flexiblere Integration der Therapie in den Alltag gewährleistet. EB

Quelle: Pressemitteilung Novartis

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