ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2019Häusliche Pflege: Handlungsempfehlungen gegen Gewalt

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Häusliche Pflege: Handlungsempfehlungen gegen Gewalt

Dtsch Arztebl 2019; 116(6): A-277 / B-228 / C-228

Hillienhof, Arne

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Um Konflikten in der Pflegesituation vorzubeugen, braucht es Unterstützung. Foto: dpa
Um Konflikten in der Pflegesituation vorzubeugen, braucht es Unterstützung. Foto: dpa

Über 1,7 Millionen pflegebedürftige Menschen werden in Deutschland ausschließlich durch Angehörige versorgt. Laut einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) berichteten 47 Prozent der pflegenden Angehörigen, in den vergangenen sechs Monaten von psychischer oder körperlicher Gewalt ihres pflegebedürftigen Angehörigen betroffen gewesen zu sein. 40 Prozent gaben an, dass sie selbst schon gewaltsam gegenüber dem Pflegebedürftigen gehandelt haben.

Das ZQP hat daher jetzt neue Handlungsempfehlungen für pflegende Angehörige gegen aggressives Verhalten und Gewalt herausgegeben. Der Ratgeber gibt zunächst Antworten auf grundlegende Fragen, zum Beispiel was genau Gewalt in der Pflege bedeutet, warum sie vorkommt und welche Grundregeln bei der Vorbeugung beachtet werden sollten. Außerdem bietet die Broschüre praktische Empfehlungen, unter anderem wie man das Selbstwertgefühl pflegebedürftiger Menschen stärken, herausforderndem Verhalten von Menschen mit Demenz begegnen und akute Aggressionen entschärfen kann.

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„Wir möchten pflegende Angehörige mit praktischen Tipps dabei unterstützen, Risiken für Eskalationen und Gewalt zu erkennen, zu verstehen und mit pflegetypischen Konflikten möglichst gut umgehen zu können“, erklärt Dr. med. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung ZQP.

Angehörige erfahren in dem Heft auch, wie sie mit eigener Wut umgehen, Überlastung erkennen und ihre Gesundheit schützen können. hil

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