ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2019Digitaler Wandel: Projekt will Klinikmitarbeiter stärken

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Digitaler Wandel: Projekt will Klinikmitarbeiter stärken

Dtsch Arztebl 2019; 116(6): [4]

Glöser, Sabine

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Foto: wladimir1804/stock.adobe.com
Foto: wladimir1804/stock.adobe.com

Das Projekt „DigiKIK“ (Digitalisierung, Krankenhaus, Interaktion, Kompetenz) will die Beschäftigten an Krankenhäusern im digitalen Wandel unterstützen. Beschäftigte, Arbeitgeber und betriebliche Interessenvertretungen entwickeln und erproben dafür neue Konzepte der Personalarbeit. Auch sollen Digitalisierungsstrategien und Personalarbeit besser als bisher aufeinander abgestimmt werden. Träger des Projektes ist das Institut Arbeit und Technik (IAT), ein Forschungsinstitut der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen.

Dem Institut zufolge bietet die Digitalisierung Chancen, die Arbeit im Krankenhaus aufzuwerten, vor allem pflegerische und medizinische Berufe attraktiver zu machen und der Arbeitsverdichtung entgegenzuwirken. Gemeinsam mit vier Krankenhäusern wollen die Forscher Strategien und Verfahren erarbeiten, bei denen die individuelle Kompetenzentwicklung der Beschäftigten und eine gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung im Mittelpunkt stehen. Beteiligt sind das Asklepios Westklinikum Hamburg, die Asklepios Kliniken Langen-Seligenstadt, das Klinikum Osnabrück und die LVR-Klinik Viersen.

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„Eine digital-gestützte interprofessionelle und patienten-individuelle Arbeitsweise wird in Krankenhäusern immer wichtiger“, sagte Michaela Evans, Direktorin des Forschungsschwerpunkts Arbeit und Wandel am IAT. Ihrer Einschätzung nach erfordert dies erweiterte Kompetenzen der Mitarbeitenden. „Deshalb muss die betriebliche Personalarbeit im Krankenhaus künftig vorausschauender, individuell-flexibler und partizipativer organisiert sein“, hob sie hervor.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren. Unter dem Dach der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) ist DigiKIK Teil des Programms „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“. Partner des IAT sind das BIG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen in Essen, das Bildungswerk ver.di in Niedersachsen, die Hochschule Neubrandenburg und die Agentur WOK aus Berlin. sg

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