ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2019E-Health: Nur Anwendungen mit einem Nutzen gewünscht

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E-Health: Nur Anwendungen mit einem Nutzen gewünscht

Dtsch Arztebl 2019; 116(6): A-236

Krüger-Brand, Heike E.

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Ärzte sind offen für digitale Lösungen, wenn sie sich davon einen praktischen Nutzen für die Patientenversorgung versprechen. Das zeigt der zweite Digitalisierungsreport der DAK-Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Ärzte Zeitung. 2 300 Ärzte haben dafür im Herbst 2018 an der anonymen Onlinebefragung teilgenommen. Ein Kernthema der Studie sind die Möglichkeiten einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA). Danach finden es 71 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Ärzte gut, wenn durch eine eGA ein digitaler Wechselwirkungs-check der Medikation des Patienten unterstützt wird. 21 Prozent stehen dem neutral gegenüber. Etwas mehr als die Hälfte der Ärzte meinen zudem, dass die Verfügbarkeit zurückliegender Befunddaten anderer Ärzte über die eGA die eigene Anamnese vereinfacht und die Qualität der Behandlung verbessert. 29 Prozent der Befragten sind hingegen der Auffassung, dass dies einen unnötigen Zusatzaufwand zum ohnehin erforderlichen Arzt-Patienten-Gespräch bedeutet und daher überflüssig ist. Im Vergleich zum ersten Digitalisierungsreport ein Jahr zuvor ist der Bekanntheitsgrad einiger digitaler Versorgungslösungen gestiegen, der Nutzungs- beziehungsweise Verbreitungsgrad ist hingegen weiterhin gering: Immerhin 87 Prozent der Ärzte können sich unter Onlinevideosprechstunden etwas vorstellen (ein Jahr zuvor: 83 Prozent). Dies ist darauf zurückzuführen, dass der 121. Deutsche Ärztetag im Mai 2018 das Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung gelockert hat. Allerdings spielt die Onlinevideosprechstunde bei 81 Prozent der Ärzte noch keine Rolle. Nur je drei Prozent gaben an, ein solches Angebot zu planen oder damit zu arbeiten. Ähnliches gilt für digitale Angebote wie Onlinecoaching oder Diagnostik-Apps für Patienten. Von der Onlineterminvereinbarung hat die Hälfte der Ärzte gehört, 46 Prozent hatten konkret damit zu tun. KBr

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