ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1996Rover 200: Der mit dem Golf tanzt Neu im deutschen Markt

VARIA: Auto und Verkehr

Rover 200: Der mit dem Golf tanzt Neu im deutschen Markt

Seidel, Marc

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LNSLNS Jugendlicher, moderner Stil mit klassischer britischer Eleganz – nach diesem Rezept hat Rover sein neuestes Modell kreiert. Im Oktober 1995 auf der Londoner Autoschau vorgestellt, ist der 200er jetzt auch in Deutschland zu haben. Er tritt unter anderem gegen den Golf.


Der direkte Rivale von Golf und Astra kommt in ausgesprochen runden Formen daher. Bislang gewohnte, typische Details wie der Kühlergrill sind jedoch nicht verloren gegangen. Das neue Styling setzt sich im Innern des Fahrzeugs fort: Hier verleihen die Holzeinlagen in der Mittelkonsole und am Armaturenbrett englische Akzente. Das Cockpit ist hochwertig verarbeitet und in dezentem Grau gehalten. Alle Bedienungselemente sind leicht zugänglich. Die Rundumsicht ist gut. Das umschäumte Lenkrad ist dick und griffig, nur die Huptasten könnten etwas größer ausfallen. Fahrer- und Beifahrersitz vermitteln ein angenehmes Sitzgefühl und genügend Seitenhalt. Herrscht auf den vorderen Plätzen genug Platz, kann es hinten schon einmal eng werden. Ab etwa 175 cm Körpergröße ist es aus mit der Kopffreiheit. Die Federung des Fahrzeugs ist straff und komfortabel. Auch größere Schlaglöcher steckt das Fahrwerk problemlos weg. Die serienmäßige Servolenkung vermittelt genug Bodenkontakt und macht das Handling fast zum Kinderspiel. Der Kofferraum ist für die Wagenklasse groß und hat eine niedrige Ladekante. Sein Volumen von 304 Litern läßt sich durch Umlegen der Rückbank auf 1 086 Liter vergrößern.


Insgesamt sechs Varianten
Der Rover 200 wird in sechs verschiedenen Ausstattungsvarianten mit fünf verschiedenen Aggregaten angeboten. Deren Leistungsspanne reicht von 75PS/55 kW bis zum 145PS/107kW-Motor. Außerdem wird ein 86 PS starker Turbo-Diesel mit Direkteinspritzung angeboten, der sich mit einem Verbrauch von sechs Litern in der Stadt und 5,5 Litern bei 120 km/h (Werksangaben) ausgesprochen bescheiden gibt. Der Motor geht dabei zügig zur Sache und ist ausreichend gut gedämpft. Nur im unteren Tourenbereich tut er sich etwas schwer. Hier verweist das 90PS/66kW-Dieselaggregat aus dem Hause VW/Audi die Briten klar auf die Plätze.
Sehr ökonomisch und verbraucherfreundlich sind die Wartungsintervalle von je 20 000 Kilometer. In der »GTI-Klasse« schickt Rover den 200vi ins Rennen, der aus einem Hubraum von 1 796 ccm 145 PS holt. Sein Durst hält sich mit Werten von 9,4/5,2 und 6,5 Litern (Stadt/90,120km) auf 100 km für eine solche Maschine durchaus im Rahmen. Alle Modelle werden mit Fünfgang-Schaltgetrieben angeboten. Eine interessante Alternative – vor allem für Stadtfahrten – bildet die stufenlose Automatik, die zusammen mit dem 111 PS starken "216 SI Lux"-Modell angeboten wird. Diese läßt den Motor in nahezu allen Bereichen mit einer Drehzahl von rund 3 000 Umdrehungen dahinschnurren. So vermittelt das neue CTV-Getriebe den Eindruck, als gleite das Auto durch den Verkehr. Nur wenn das Gaspedal bis zum Boden durchgedrückt wird oder der Berggang eingelegt ist, geht der Motor mit höherer Drehzahl zu Werke. Der Aufpreis für die Automatik beträgt 2 800 DM.

Alle Modelle mit zwei Airbags
Alle Modelle sind mit Fahrer- und Beifahrerairbag ausgerüstet. Die vorderen Gurte verfügen über Gurtstraffer. Auf der Rücksitzbank ist auch der mittlere Platz mit einem Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausgestattet. In die Türen wurde ein Seitenaufprallschutz integriert. Spezielle austauschbare Pralltöpfe sollen bei kleineren Crashs die Aufprallenergie der Stoßstangen voll aufnehmen. ABS gibt es ab dem 216Si Lux serienmäßig, sonst schlägt dieses mit einem Aufpreis von 1 650 DM zu Buche. Alle 200er verfügen über eine serienmäßige, durch Funk zu deaktivierende Wegfahrsperre, beim 260 SI Lux und beim 200 VI kommt eine Ultraschallüberwachung des Innenraums hinzu.
Das Einstiegsmodell, der 214i, kostet als Dreitürer 22 950 DM, das Spitzenmodell, der 200 VI, 38 900 DM. Der 220 SD (Turbodiesel) ist mit 27 500 DM in der Liste geführt. Marc Seidel

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