ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2019Kulturkalender: Berückende Schönheit

KULTUR

Kulturkalender: Berückende Schönheit

PP 18, Ausgabe Februar 2019, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

DÜSSELDORF

Bis 2. Juni:

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„Das junge Rheinland“

Aus Anlass des 100. Jahrestags der Gründung der Künstlervereinigung Junges Rheinland in diesem Februar erinnert das Museum Kunstpalast mit einer großen Ausstellung an herausragende Protagonisten wie etwa Heinrich Nauen, Max Ernst, Carl Lauterbach und Marta Worringer. 120 Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen illustrieren die künstlerische Vielfalt und Qualität der Gruppierung, die von 1919 bis 1933 bestand und nach dem Trauma des Ersten Weltkriegs avantgardistischer Kunst über Ländergrenzen hinweg eine Bühne bereiten wollte. Zeitweise gehörten dem Jungen Rheinland bis zu 400 Künstler an.

Kunstpalast, Ehrenhof 4–5,
Di.–So. 11–18, Do. 11–21 Uhr

© Städel Museum – Artothek
© Städel Museum – Artothek

FRANKFURT am MAIN

13. Februar bis 26. Mai:

Tizian und die Renaissance in Venedig

Mit ihrer Fokussierung auf Licht und Farbe schufen die Künstler der Lagunenstadt zu Beginn des 16. Jahrhunderts eine eigenständige Spielart der Renaissance. „Superstar“ Tizian, der die venezianische Kunstszene sein Leben lang prägte, ist in der rund 100 Spitzenwerke umfassenden Schau prominent mit 20 Arbeiten vertreten, darunter „Bildnis eines jungen Mannes“, um 1510 (Bild). Unter den weiteren Meistern faszinieren ebenso die Gemälde und Zeichnungen zum Beispiel von Sebastiano del Piombo, Jacopo Tintoretto und Paolo Veronese.

Städel Museum, Schaumainkai 63,
Di./Mi./Sa./So. 10–18, Do./Fr. 10–21 Uhr

Halle (Saale)

10. Februar bis 12. Mai:

Die Stille im Lärm der Zeit

Das Kunstmuseum Moritzburg präsentiert mit der Sammlung Ziegler eine der bedeutendsten Kollektionen zur Kunst des Expressionismus und der klassischen Moderne in Deutschland: Einen Schwerpunkt bilden Werke von Nolde, Marc, Feininger, Heckel, Jawlensky und Klee. Herausragende einzelne Werke sind unter anderem von Dix, Kirchner und Kokoschka zu sehen. Karl und Maria Ziegler ließen sich beim Aufbau ihrer exquisiten Sammlung nach eigenen Worten vor allem von der „Freude am Schönen“ und ihrer Intuition leiten, aber nur selten von Experten beraten.

Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, tgl. (außer Mi.) 10–18 Uhr

JENA

Bis 14. April:

Venedig, Florenz, Neapel 1877

Circa 150 Fotografien aus dem Italien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führen in berückender Schönheit eine vergangene Welt vor Augen. Die Bilder stammen von den drei wichtigsten damals in Italien tätigen Foto-Ateliers, die ihre Städte und deren Umgebungen porträtierten: Carlo Naya aus Venedig, Fratelli Alinari aus Florenz und Giorgio Sommer aus Neapel. Die wissenschaftlich mit der Universität Konstanz erarbeite Schau präsentiert die Bilder im Dialog mit Dokumenten und Texten aus der Zeit um 1877.

Kunstsammlung, Markt 7, Di./Mi./Fr. 10–17,
Do. 15–22, Sa./So. 11–18 Uhr

MÜNCHEN/Köln

28. Februar bis 17. November/
22. Februar bis 21. Juli:

Blossfeldtiana

Die ästhetischen Pflanzenaufnahmen des Fotografen Karl Blossfeldt (1865–1932) gehören zu den Meilensteinen der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Sie stehen aktuell im Mittelpunkt von gleich zwei Ausstellungen, die deutlich machen, wie Blossfeldt Formen und Strukturen der Natur herausarbeitete und damit auch auf die ornamentale Gestaltung von Produkten hin wirkte. In Köln werden Blossfeldts Naturbilder im Dialog mit denen des US-Künstlers Jim Dine (*1935) präsentiert .

Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, München, tgl. (außer Mo.) 10–18, Do.10–20 Uhr;

Die Photographische Sammlung, Im Mediapark 7, Köln, tgl. (außer Mi.)14–19 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Krankheit, Gesundheit und Tod

© Eigentum des Künstlers
© Eigentum des Künstlers

Künstler und Wissenschaftler untersuchen in der Ausstellung das Altern in seinen unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten: Wer gilt wo auf der Welt als alt und wie unterscheiden sich Altersprozesse von Generation zu Generation? Und wie begegnen Menschen den Herausforderungen dieser Lebensphase? Fotoarbeiten, Zeichnungen, Installationen, Performances, Filme und Literatur verknüpfen den Umgang mit Themen wie Krankheit, Gesundheit und Tod, Langlebigkeit, Wissensweitergabe, Liebe und Sexualität zu einer Anthologie des Alterns. „Kabangu“ (Bild) ist der Titel einer Aufnahme von 2016 des preisgekrönten Fotokünstlers Osborne Macharia aus Nairobi, der sich als Autodidakt international einen Namen machte.

„Grey is the New Pink – Momentaufnahmen des
Alterns“,
Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29–37,
Frankfurt am Main, Di. –So. 11–18, Mi. 11–20 Uhr
(bis 1. September 2019).

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