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Wir bedanken uns für die Zuschrift und adressieren natürlich gerne kontroverse beziehungsweise missverständliche Punkte.

Wir sind ebenso überzeugt, dass Fosfomycin i.v. ein wichtiges Antibiotikum gegen 3/4-MRGN-Erreger ist, und setzen es regelhaft ein. Daher führen wir es in Tabelle 1, 2 im Fließtext und im Schlusswort wiederholt auf. Tabelle 2 ist – wie im Caveat vermerkt – als Reihe von Therapievorschlägen zu sehen (1). Sinnvollerweise sollte interdisziplinär Patienten- und Erreger-spezifisch diskutiert werden, welches antibiotische Schema im Einzelfall sinnvoll ist.

Die Therapieempfehlungen beziehen sich zunächst auf Carbapenem-resistente Erreger ohne Beschreibung des Schweregrades der Infektion. Aus diesen Optionen (und möglichen anderen, die sich aus spezifischer Betrachtung des Patienten unter Bezugnahme vor allem des Infektionsfokus und relevanter Kontraindikationen ergeben) kann individuell ein Therapiekonzept gewählt werden, wobei ein septischer Patient generell i.v. behandelt werden sollte.

In Tabelle 1 weisen wir bei Fosfomycin p.o. explizit auf die unkomplizierte untere Harnwegsinfektion hin. Wir haben eine Korrektur des Artikels autorisiert, um deutlicher klarzustellen, dass Fosfomycin p.o. generell nur für unkomplizierte untere Harnwegsinfektionen zugelassen ist. Ob orales Fosfomycin bei komplizierten Harnwegsinfektionen eine Option darstellt, sollte durch RCTs überprüft werden. Wenn es jedoch das einzig sensibel getestete Antibiotikum ist, sehen wir es durchaus als zu diskutierende Option – vorausgesetzt bessere Alternativen stehen nicht zur Verfügung.

Wir stimmen zu, dass Elektrolytkontrolle bei Intensivpatienten normalerweise funktioniert, und Herzversagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,07 % (Grabein et al.) eine seltene Nebenwirkung darstellt. Dennoch möchten wir auf die Elektrolytstörung als wichtige Nebenwirkung aufmerksam machen, sodass sie nicht übersehen wird.

DOI: 10.3238/arztebl.2019.0115b

Prof. Dr. rer. nat. Trinad Chakraborty

Zentrum für medizinische Mikrobiologie

Koordinator DZIF Gießen-Marburg-Langen

trinad.chakraborty@mikrobio.med.uni-giessen.de

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Fritzenwanker M, Imirzalioglu C, Herold S, Wagenlehner FM, Zimmer KP, ChakrabortyT: Treatment options for carbapenem-resistant gram-negative infections. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 345–52 VOLLTEXT
1.Fritzenwanker M, Imirzalioglu C, Herold S, Wagenlehner FM, Zimmer KP, ChakrabortyT: Treatment options for carbapenem-resistant gram-negative infections. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 345–52 VOLLTEXT

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