ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenPneumologie & Allergologie 1/2019Allergische Atemwegserkrankungen: Tierhaare, Hautschuppen & Co.

Supplement: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

Allergische Atemwegserkrankungen: Tierhaare, Hautschuppen & Co.

Dtsch Arztebl 2019; 116(7): [4]; DOI: 10.3238/PersPneumo.2019.02.15.001

Klimek, Ludger; Sperl, Annette; Casper, Ingrid

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Haustiere werden zunehmend beliebter und sind wichtige Allergenquellen in Innenräumen. Welche Tierallergene gibt es, wie misst man die Exposition und was bedeutet das klinisch?

Mikroskopaufnahme von Katzenhaaren verschiedener Dicken. Foto: Science Photo Library EYE OF SCIENCE
Mikroskopaufnahme von Katzenhaaren verschiedener Dicken. Foto: Science Photo Library EYE OF SCIENCE

Haustiere sind in Europa sehr beliebt, besonders bei Kindern. In Deutschland haben 45 % aller Haushalte und 65 % aller Familienhaushalte ein Haustier (1), in den USA sind es 68 % aller Haushalte (2). In der EU haben ein Viertel aller Haushalte eine Katze (26 %) oder einen Hund (18 %), in Deutschland sind es 19 % und 14 % (3). 6 % haben kleine Säugetiere wie Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen, die meist unter einer Rubrik subsumiert sind. Daher gibt es dazu keine verlässlichen Zahlen für die EU oder Deutschland, nur für England: Kaninchen sind in 2 % aller Haushalte vorhanden, Hamster in 1 % und Meerschweinchen in 2 % (4).

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Es begann mit Tierhaaren

Das erste 1991 identifizierte Tierhaarallergen ist Fel d 1, das Hauptallergen der Katze (5). Später sind Allergene von Hund und Pferd isoliert worden, danach von weiteren Tieren (Tabelle). Viele Tierallergene gehören bestimmten Proteinfamilien an: den Serumalbuminen und den Lipokalinen.

Ausgewählte inhalative Säugetierallergene (nach [52])
Ausgewählte inhalative Säugetierallergene (nach [52])
Tabelle
Ausgewählte inhalative Säugetierallergene (nach [52])

Serumalbumine sind der Haupteiweißbestandteil im Plasma, regulieren den kolloidosmotischen Druck und transportieren dank hoher Eiweißbindung Fettsäuren, Hormone, Bilirubin und andere Stoffe. Es sind große, globuläre Proteine mit einem Molekulargewicht (MG) von 66 kDa mit hoher Aminosäureidentität (im Schnitt 80 %) zwischen Albuminen verschiedener Säugetiere (6). Serumalbumine sind verantwortlich für IgE-Kreuzreaktionen bei der In-vitro-Diagnostik mit Säugetierepithel-Extrakten.

Lipokaline sind ubiquitär in der Natur vorkommende Proteine. Es gibt eine große Zahl von verschiedenen Lipokalintypen unterschiedlicher Funktion. Sie sind durch eine gemeinsame Tertiärstruktur charakterisiert, die aus einem 8-strängigen β-Faltblatt besteht, das eine interne Bindungstasche bildet (7). Lipokaline sind kleine Proteine mit einem MG von 16–22 kDa. Sie haben trotz ihrer ähnlichen 3-dimensionalen Struktur sehr unterschiedliche Aminosäuresequenzen. Die Aminosäureidentitäten liegen oft bei nur 20 %.

Allerdings gibt es nach neueren Erkenntnissen innerhalb der Tierhaarallergene eine Untergruppe von Lipokalinen, die eine relativ hohe Aminosäureidentität von 47–67 % aufweisen und auch IgE-Kreuzreaktionen hervorrufen können (8). Vielen Lipokalinen wird eine Rolle im Sozialverhalten zugeordnet, da diese Pheromone und Duftstoffe transportieren. Die genaue Funktion der allergenen Lipokaline ist noch weitgehend unbekannt.

Katze

Verschiedene Allergene wurden aus Katzenhaaren isoliert:

  • Fel d 1, das Majorallergen der Katze, ist ein Uteroglobin, das aus 2 Molekülen besteht, die sich über Disulfidbrücken zum Heterodimer verbinden (5). Zwei Heterodimere bilden ein Tetramer.
  • Fel d 2, Serumalbumin, ist verantwortlich für Kreuzreaktionen auf rohes Schweinefleisch, zum Beispiel Schinken und Salami (9).
  • Fel d 3, Cystatin, spielt eine eher untergeordnete Rolle (10).
  • Mit Fel d 4 wurde das erste Katzen-Lipokalin isoliert (11). Es ist das zweitwichtigste Majorallergen.
  • Die beiden Immunglobuline A und M werden als Fel d 5 und Fel d 6 bezeichnet. Die IgE-Reaktivität gegen IgA richtet sich hauptsächlich gegen eine Zuckerkette, die als alpha-Gal (Galaktose-α-1,3-Galaktose) bezeichnet wird und eine Rolle bei der verzögert auftretenden Fleischallergie spielt (12, 13).
  • Ein anderes Lipokalin, Fel d 7, befindet sich im Speichel und auf Katzenhaaren (14).
  • Fel d 8 gehört zur Familie der Latherine, Proteine mit oberflächenaktiven, tensidähnlichen Eigenschaften.

Hund

Beim Hund bilden die Lipokaline die größte Allergengruppe, von der sich Can f 3 und 5 abgrenzen (15, 16).

  • Can f 1 ist ein Majorallergen und gilt als Markerallergen.
  • Can f 2 wird in der Speicheldrüse des Hundes gebildet.
  • Can f 3, ein Hunde-Serumalbumin, ist, wie auch Fel d 2, ein sehr kreuzreaktives Allergen (17).
  • Can f 5 ist ein Kallikrein aus der Prostata. Es hat eine hohe Homologie zum humanen Prostataantigen und scheint verantwortlich zu sein für IgE-vermittelte Reaktionen gegen Sperma (18).
  • Can f 6 ist das zuletzt isolierte Lipokalin. Es besitzt eine hohe Identität zu anderen Lipokalinen wie Equ c 1 (Pferd) und Fel d 4 (19, 20). Es wurden nicht nur starke IgE-Kreuzreaktionen in vitro nachgewiesen, sondern auch klinisch relevante Kreuzreaktionen zwischen Pferd und Hund (21). Eine Sensibilisierung gegen Can f 6 wurde, je nach Studie, bei 38–61 % der Patienten nachgewiesen.

Kaninchen

Es gibt erst wenige Arbeiten zu Kaninchenallergenen. Die meisten Allergene befinden sich im Speichel, viele auch im Urin und auf den Haaren.

  • Zwei Proteine, Ory c 1 und Ory c 2, wurden zum Teil identifiziert und den Lipokalinen zugeordnet (22).
  • Vor Kurzem wurde ein neues Allergen identifiziert, Ory c 3. Es ist ein Sekretoglobin, das eine starke strukturelle Ähnlichkeit mit Fel d 1 hat (23). Auch Ory c 3 besteht aus 2 Ketten, die Heterodimere bilden und sich anschließend zum Tetramer vereinigen. Auf Aminosäureebene sind jedoch nur wenig Identitäten vorhanden und es wurden keine Kreuzreaktionen mit Fel d 1 gefunden.
  • Mit Fel d 1 und Ory c 3 gibt es jetzt 2 Vertreter in der Gruppe der Sekretoglobine, weitere könnten eventuell noch folgen. Das Allergen wurde im Hausstaub von Kaninchenhaltern nachgewiesen, im Augenblick sind jedoch noch keine kommerziellen Tests verfügbar.
  • Mit Ory c 4 wurde ein weiteres Kaninchenallergen identifiziert. Es handelt sich um ein Lipokalin, das eine hohe Identität mit Fel d 4 und Can f 6 aufweist und wahrscheinlich IgE-kreuzreaktiv ist (24).

Maus und Ratte

Ratten- und Mausallergene werden in hohen Mengen im Urin ausgeschieden. Sowohl Rat n 1 als auch Mus m 1 sind Lipokaline, die zur Gruppe der urinären Proteine gehören (25). Männliche Mäuse scheiden weit höhere Mengen an diesen Proteinen aus als weibliche. Rat n 1 und Mus m 1 haben eine hohe Aminosäure-Sequenzidentität von 64 %, daher sind wahrscheinlich Kreuzreaktionen zu erwarten. Beide Lipokaline gelten als Markerallergene sowohl für die Sensibilisierung als auch für den Allergennachweis. Maus- oder Rattenhaarallergien sind bei Mitarbeitern von Forschungslaboren häufig, als Haustiere werden sie selten gehalten.

Meerschweinchen

Wie die meisten Tierallergene wurden auch Meerschweinchenallergene hauptsächlich im Urin, im Speichel und auf den Haaren gefunden.

  • Cav p 1 wurde nur unvollständig charakterisiert, gilt aber als Lipokalin (26).
  • Auch Cav p 2 und Cav p 3 sind Lipokaline, die in Haarextrakten detektiert wurden (27). Beide sind Majorallergene und scheinen spezifische Marker für eine Meerschweinchenallergie zu sein, da keine Kreuzreaktionen mit anderen Lipokalinen beschrieben wurden.

Hamster

Hamsterallergien sind eher selten, es gibt jedoch mehrere Fallberichte zu anaphylaktischen Reaktionen nach Bissen sowie zu asthmatischen Beschwerden bei Exposition. Hamster werden in verschiedene Spezies unterteilt, 3 davon sind besonders beliebte Haustiere: der Goldhamster (Mesocricetus auratus) und die beiden Kurzschwanz-Zwerghamster: Roborowski-Zwerghamster (Phodopus roborovskii) und Dsungarischer Zwerghamster (Phodopus sungorus).

  • Das Majorallergen des Dsungarischen Zwerghamsters wurde als Lipokalin identifiziert. Da keine Kreuzreaktionen zum Gold- oder Feldhamster nachgewiesen werden konnten, scheint das Allergen des Dsungarischen Zwerghamsters verschieden zu sein von jenen der anderen beiden Hamster (28). Dies ist vor allem von klinischer Bedeutung, da alle herkömmlichen Hauttestlösungen auf der Basis vom Goldhamster oder Feldhamster hergestellt werden.

Diagnostik

Aktuell stehen nur für Hund, Katze und Maus verschiedene Einzelkomponenten zur In-vitro-IgE-Diagnostik zur Verfügung (Tabelle). Für kleinere Säugetiere sind lediglich Epithelienextrakte, zum Teil auch Urin- und Serumproteine erhältlich. Aufgrund kreuzreaktiver Moleküle wie des Serumalbumins und verschiedener Lipokaline ist eine klare Bestimmung der Primärsensibilisierung schwierig. Hier ist die klinische Anamnese von zentraler Bedeutung.

Hauttestlösungen sind für alle Haustiere verfügbar. Für die Diagnostik der Hamsterallergie gibt es allerdings nur eine Hauttestlösung für den Gold- oder Feldhamster, nicht aber für den Roborowski- und Dsungarischen Zwerghamster. Dies kann bei Sensibilisierung auf Zwerghamster zu falsch-negativen Ergebnissen führen.

Expositionsmessungen: In den letzten Jahrzehnten wurde Vorkommen und Verteilung einiger tierischer Allergene in Innenräumen ausgiebig untersucht. Grundvoraussetzung für die Beurteilung der Allergenexposition ist ein zuverlässiger Quantifizierungstest. Obwohl diverse Tiere als Allergenquellen bekannt sind, wurden sensitive und spezifische Immunoassays bisher nur für Hunde-, Katzen-, Pferde-, Rinder-, Maus- und Rattenallergene validiert.

Sandwich-ELISAs für Majorallergene dieser Spezies sind kommerziell bei Indoor Biotechnologies (Charlottesville, USA) erhältlich. In den letzten Jahren kommt verstärkt auch ein Multiplexassay (MARIA, Indoor Biotechnologies) zum Einsatz. Dabei sind die Antikörper an Polystyrol-Partikel gekoppelt, die intern mit Fluorophoren markiert sind. Die Kombination der markierten Partikel ermöglicht die gleichzeitige Messung mehrerer Allergene in einem einzigen Test.

Zahlreiche Expositionsmessungen wurden in unterschiedlichen geografischen Regionen und Innenraumbereichen (Wohnungen, öffentliche Gebäude, Arbeitsplätze) sowie für verschiedene Staubarten (gesaugte Oberflächenstäube, Luftstäube, sedimentiere Stäube) durchgeführt (29). Danach kommen Allergene ubiquitär vor – unabhängig vom Vorhandensein der Tiere. Das erklärt sich aus den gemeinsamen Eigenschaften der Tierallergene.

Zum einen werden sie als Haare, Hautschuppen sowie Körpersekrete von den Tieren selbst effizient in der Umwelt verteilt. Zum anderen weisen die Allergene eine Tendenz auf, an kleine Staubpartikel (< 10 µm) zu binden, die kaum sedimentieren. Begünstigt durch die guten Schwebeeigenschaften werden sie leicht in ursprünglich nicht belastete Bereiche transferiert, wo sie sich in Textilien wie Teppichen, Polstern und Matratzen anlagern. Dabei gelten Kleidung und menschliche Haare als Hauptüberträger der Allergene (30, 31).

Die Allergenkonzentrationen können sich enorm innerhalb und zwischen den einzelnen Bereichen unterscheiden. Die Gründe sind multifaktoriell, am wichtigesten ist die Anwesenheit der Tiere. Höchste Konzentrationen findet man daher generell in Haushalten mit Haustieren, Tierställen oder Tierlaboratorien. Im häuslichen Bereich wurden am häufigsten Hund- und Katzenallergene gemessen. Mehrere Studien zeigten, dass die Konzentrationen zwischen Wohnungen mit und ohne Haustiere sich oft um etwa ein 100-Faches unterscheiden (32). Deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen Haushalten von ehemaligen und aktuellen Tierbesitzern (33).

Zusätzlich wurde die Verteilung von Can f 1 und Fel d 1 in den Haushalten nach der Probenahmestelle (Polstermöbel, Betten, Böden) untersucht. Ob nun Katze oder Hund da waren oder nicht, beide Allergene wiesen die höchste Konzentration in Sofas auf (32). Entweder ist es der Lieblingsort der Tiere (Haushalte mit Haustieren) oder die Stelle, die am häufigsten in Kontakt mit der Kleidung kommt (Häuser ohne Haustiere). Außerdem werden Sofas in der Regel weniger häufig gereinigt als Böden.

Allergenkonzentrationen variieren auch stark je nach geografischer Region, was vermutlich an lokalen und kulturellen Unterschieden in der Heimtierhaltung liegt. Eine multizentrische Querschnittstudie fand höchste Fel-d-1-Konzentrationen in mitteleuropäischen Ländern (1,79 µg/g), gefolgt von nördlichen (1,45 µg/g) und schließlich südlichen Ländern (0,35 µg/g), gemessen im Matratzenstaub von 2 800 Haushalten in 22 europäischen Städten (33).

Foto: luismmolina iStock
Foto: luismmolina iStock

Mäuse und Ratten werden selten als Haustiere gehalten. Nagetierbefall kann aber hohe Allergenbelastungen in Innenräumen bedingen. Dies ist offenbar ein relevantes Problem in den Wohnungen von manchen Großstädten in den USA (34, 35). In Europa dagegen werden diese Allergene nur ausnahmsweise im häuslichen Bereich gemessen, eine aktuelle Studie aus Frankreich fand nur minimale Mus-m-1-Konzentrationen, Rat n 1 wurde nicht detektiert (36). Erhöhte Werte findet man nur in Haushalten von Personen, die beruflichen Umgang mit Labortieren hatten (37). Die Allergenverschleppung vom Arbeitsplatz in den Wohnbereich lässt sich zudem bei Rinderallergenen zeigen (38).

Untersuchungen in Schulen und Kindertagesstätten zeigen analog zu Wohnungen, dass Möbel (Stühle und Tische) stärker mit Allergenen belastet sind als Böden (z. B. Fel d 1: 2,6 vs. 0,3 µg/g; Can f 1: 15 vs. 1,1 µg/g) (39, 40). In Kindergärten enthielten Teppiche mehr Allergene als glatte Böden (z. B. Fel d 1: 2,3 vs. 0,4 µg/g; Can f 1: 2,1 vs. 0,3 µg/g) (41).

Die Anzahl der Tierbesitzer ist offenbar relevant. So wiesen Klassenräume mit vielen Katzenbesitzern oder Reitern höhere Allergenkonzentrationen in der Luft auf als Klassen mit Schülern, die wenig Kontakt mit diesen Tieren hatten (Fel d 1: 81 vs. 14 ng/m2/Tag [42]; Equ c x: 96 vs. 66 U/m2/Tag [43]). Vergleiche zwischen Schulen und Wohnungen zeigen, dass die Allergenkonzentrationen in Schulen signifikant höher als im Wohnbereich ohne Haustiere sein können (44). Das wird oft als ein Risikofaktor für asthmatische oder sensibilisierte Kinder betrachtet.

Darüber hinaus konnte die weite Verbreitung von Hunde- und Katzenallergenen durch zahlreiche Studien demonstriert werden, in denen Expositionsmessungen in diversen anderen öffentlichen Gebäuden durchgeführt wurden. Fel d 1 und Can f 1 wurden in Hotels, Kinos, Kneipen, Krankenhäusern, Büros und öffentlichen Verkehrsmitteln detektiert (29).

Obwohl viele Studien ähnliche Effekte zeigen, sind die Werte oft nicht direkt vergleichbar, da die unterschiedlichen Studiendesigns (Staubsammelmethode, Quantifizierungsassays, Datenanalyse, Kalkulation) die Resultate stark beeinflussen (45).

Klinische Relevanz der Werte

Die Sensibilisierungshäufigkeit gegenüber tierischen Allergenen variiert stark je nach Region und untersuchtem Kollektiv (z. B. Exponierte, Atopiker, Asthmatiker). In einer multizentrischen europäischen GA2LEN-Studie, in der bei über 3 000 Patienten Hauttests mit unterschiedlichen Außen- und Innen-raumallergenen durchgeführt wurden, ergab sich eine mittlere Sensibilisierungsprävalenz von 26,3 % gegen Katze beziehungsweise 27,2 % gegen Hund (46). Dabei wurden große regionale Unterschiede gefunden (16,1–56 % für Katze bzw. 16,8–49,3 % für Hund). Die höchsten Sensibilisierungsraten traten in skandinavischen Ländern auf. Im Vergleich zu Patientenkollektiven sind die Sensibilisierungsfrequenzen in der Allgemeinbevölkerung deutlich geringer.

Aktuelle Untersuchungen aus Deutschland (Stichprobe von circa 7 000 Erwachsenen mittels spezifischer IgE-Bestimmung) zeigen, dass jeweils 7 % der Teilnehmer gegen Hund und Katze sensibilisiert waren (47). Insbesondere Studien aus den USA zeigen, dass Nagetierallergenexposition in der häuslichen Umwelt ebenfalls von Relevanz ist. In den „Inner-city-Asthma“-Studien mit Kindern lag die Prävalenz für eine Maussensibilisierung zwischen 11 % und 46 % und die Prävalenz für eine Rattensensibilisierung bei 21 % (48). In Europa liegen die Werte in der städtischen atopischen Bevölkerung deutlich niedriger (1,6 % für Maus und 0,65 % für Ratte) (49).

Die Rolle der Allergenexposition auf die Entwicklung von allergischen Erkrankungen wurde in zahlreichen epidemiologischen Studien untersucht – mit inkonsistenten Ergebnissen (50, 51, 48). Während viele Studien eine positive Korrelation zwischen Stauballergenkonzentrationen und Asthma sowie Allergien finden, können andere diese Assoziation nicht bestätigen. Einige Studien zeigen sogar, dass hohe Allergenkonzentrationen einen protektiven Effekt auf die Entstehung von Sensibilisierungen haben können (insbesondere bei Katzen oder Hunden [50, 51]).

Der Zusammenhang zwischen Allergenexposition und allergischen Erkrankungen scheint sehr komplex zu sein. Ob die Dosis-Wirkungs-Beziehung eine lineare, sigmoidale oder glockenförmige Funktion annimmt, scheint allergenspezifisch zu sein und konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Obwohl es durchaus wichtig wäre, Allergenkonzentrationen, die Sensibilisierungen beziehungsweise allergische Symptome verursachen können, festzulegen, ist die Definition von allgemeinen Schwellenwerten sehr kompliziert.

Ein Grund dafür ist unter anderem die Komplexität der Expositionsbestimmung, die aus mehreren Schritten besteht und bislang auf nicht standardisierten Methoden sowohl für die Probenahme als auch Allergenanalyse basiert. Wie bereits erwähnt, haben methodische Unterschiede erhebliche Auswirkungen auf die Ergebnisse der Studien. Darüber hinaus kann die Reaktivität auf das gleiche Allergen extrem zwischen Menschen variieren. Die Allergendosis, die mit einem erhöhten Erkrankungs- oder Sensibilisierungsrisiko assoziiert ist, ist sicherlich für gesunde, bereits sensibilisierte oder allergische Personen unterschiedlich.

Um eine bessere Vergleichbarkeit der Daten aus verschiedenen Studien zu erreichen, wäre in erster Linie eine Standardisierung von Methoden zur Expositionsbestimmung sehr vorteilhaft. Aktuell liegt ein Positionspapier der EAACI (The European Academy of Allergy and Clinical Immunology) vor, in dem die wichtigsten Eckpunkte zur Expositionserfassung sowohl in der Umwelt als auch am Arbeitsplatz zusammengefasst, bewertet und Empfehlungen für unterschiedliche Expositionsszenarien gegeben werden (45).

DOI: 10.3238/PersPneumo.2019.02.15.001

Prof. Dr. med. Ludger Klimek

Dr. med. Annette Sperl

Dr. rer. nat. Ingrid Casper

Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden

Interessenkonflikt: Prof. Klimek erhielt Beraterhonorare, Reisekosten- und Kongressgebührenerstattungen von den Firmen ALK, HAL, Bencard, Allergopharma, Lofarma, Roxall und Leti. Dr. Sperl und Dr. Casper erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.


Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit0719

Tiere und allergie – Take-Home-Messages

  • Säugetiere sind als Haustiere wichtige Allergenquellen in Innenräumen; dabei sind Hunde und Katzen am beliebtesten, vor Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern.
  • Für Katzen- und Hundeallergie steht eine komponentenaufgelöste Diagnostik zur Verfügung, Allergene von kleinen Säugetieren sind weit weniger gut charakterisiert.
  • Katzen- und Hundeallergene können leicht von zu Hause in öffentliche Bereiche, etwa Schulen, gelangen; so können sie zum Risiko für Allergiker werden.
  • Die ubiquitäre Verbreitung der tierischen Allergene kann einen Risikofaktor für Asthmatiker oder sensibilisierte Patienten darstellen.
  • Die Allergenkonzentrationen in einem bestimmten Umfeld zeigen eine hohe Variabilität auf und sind von mehreren Umweltfaktoren abhängig.
  • Die Verwendung verschiedener nicht standardisierter Verfahren für Staubsammlung und Allergenanalyse beeinflusst die Messergebnisse und erschwert die Vergleichbarkeit von Studien.
  • Nach wie vor gibt es nur wenige Informationen über Konzentrationen, die mit einem erhöhten Sensibilisierungs- beziehungsweise Erkrankungsrisiko assoziiert sind.
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