ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2019„Flexible Wahlarbeitszeit, je nach Lebensumständen“

ÄRZTESTELLEN: Nachgefragt

„Flexible Wahlarbeitszeit, je nach Lebensumständen“

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Interview mit Edwin Pinkawa, Personaldirektor im Klinikum Saarbrücken

Herr Pinkawa, was tun Sie in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit?

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Wir bieten ihnen zum Beispiel eine Wahlarbeitszeit an. Das bedeutet, der vollbeschäftigte Mitarbeitende kann seine Arbeitszeit mit einer Ankündigungsfrist von drei Monaten reduzieren, mindestens für sechs Monate oder unbefristet auf bis zu 80 Prozent der tariflichen Arbeitszeit. Entscheidend ist dabei, dass sich die Arbeitszeitreduzierung jederzeit wieder rückgängig machen lässt, wenn sich die persönlichen Lebensumstände wieder ändern.

Wie viele Ärztinnen und Ärzte nutzen dieses Angebot?

Derzeit 130 Beschäftigte, das sind etwa sieben Prozent der gesamten Belegschaft. Im Ärztlichen Dienst nutzen das Angebot acht Prozent, insgesamt acht Ärztinnen und 13 Ärzte.

Warum entscheiden sich Mitarbeitende für die Wahlarbeitszeit?

Keiner muss bei uns begründen, warum er seine Arbeitszeit reduzieren will. Dennoch kennen wir teils die Gründe. Der eine braucht mehr Zeit für die Pflege von Angehörigen oder für die Betreuung eines Kindes oder Enkelkindes. Ein anderer macht eine berufliche Weiterbildung oder ein Studium und benötigt dafür mehr Zeit. Andere möchten aus gesundheitlichen Gründen ein wenig kürzertreten.

Machen Sie den Ärztinnen und Ärzten weitere Angebote, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren?

Wir bieten ihnen viele Möglichkeiten, um gerade Beruf und Familie gut vereinbaren zu können, beispielsweise für die Betreuung von Kindern auf dem Klinikgelände. Flexible Arbeitszeiten und Zeiterfassung sind bei uns seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Neuen Mitarbeitenden gewährleistet zudem unser Einarbeitungsprogramm mit Mentoren einen guten Start. Auch hat die Personalentwicklung zahlreiche Fortbildungen im Programm und bietet die Möglichkeit, von Coachings und Supervisionen zu profitieren.

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