ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2019Kinderschutz: Neue Leitlinie zur Identifizierung von Misshandlungen

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Kinderschutz: Neue Leitlinie zur Identifizierung von Misshandlungen

Dtsch Arztebl 2019; 116(7): A-332 / B-272 / C-272

Hillienhof, Arne

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Ziel der Leitlinie ist es unter anderem, Anzeichen von Kindesmisshandlungen zu erkennen und die Diagnostik zu verbessern. Foto: picture alliance
Ziel der Leitlinie ist es unter anderem, Anzeichen von Kindesmisshandlungen zu erkennen und die Diagnostik zu verbessern. Foto: picture alliance

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Universitätsklinikum Bonn haben gemeinsam mit Fachleuten aus den Bereichen der Jugendhilfe und Pädagogik Handlungsempfehlungen für den Kinderschutz erarbeitet und in einer neuen medizinischen Leitlinie auf S3-Niveau zusammengefasst.

„Wir müssen früher erkennen und schneller helfen, wenn Kinder in Not sind. Oft fallen gerade in der Arztpraxis erste Anzeichen von Misshandlung, Missbrauch oder Vernachlässigung auf“, sagt Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zur Veröffentlichung der Leitlinie. Diese Leitlinie biete Ärztinnen und Ärzten eine wichtige Unterstützung, so der Minister. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hatte die Arbeit an der Leitlinie finanziell gefördert.

Sie sei ein wichtiger Schritt beim gemeinsamen Vorgehen im Kinderschutz, sagt der Projektleiter vom Uniklinikum Bonn, Jürgen Freiberg. Er betont, an der Leitlinie hätten auch Fachleuten aus der Jugendhilfe und Pädagogik sowie Jugendliche selbst mitgearbeitet.

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Sie verfolgt laut den Autorinnen und Autoren im Wesentlichen drei Ziele: Sie soll die Sicherheit im Wahrnehmen, Erkennen und im Umgang mit den unterschiedlichen Formen von Kindesmisshandlungen erhöhen, die Diagnostik verbessern und Hilfen für den Umgang mit anderen Professionen bieten, insbesondere aus den Bereichen Jugendhilfe und Pädagogik.

Die S3-Leitlinie soll in Kürze auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften verfügbar sein. hil

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