ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2019Joachim Wiskemann: Sporttherapie hilft Tumorpatienten

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Joachim Wiskemann: Sporttherapie hilft Tumorpatienten

Dtsch Arztebl 2019; 116(7): A-329 / B-269 / C-269

Krüger-Brand, Heike E.

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Joachim Wiskemann, Foto: NCT Heidelberg
Joachim Wiskemann, Foto: NCT Heidelberg

„Die klinische Bedeutung der Sport- und Bewegungstherapie ist nicht zu unterschätzen. Sie hat ein großes Potenzial zur Verbesserung des onkologischen Behandlungsergebnisses“, sagt Priv.-Doz. Dr. phil. Joachim Wiskemann, Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Sport- und Bewegungstherapie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Wiskemann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Bewegung, Sport und Krebs. Seit 2012 ist er auch am Aufbau des Netzwerks „OnkoAktiv“ durch das NCT beteiligt. Der Verbund von Gesundheitseinrichtungen will onkologischen Patienten wohnortnah ein qualitätsgesichertes bewegungstherapeutisches Angebot ermöglichen.

Ein strukturiertes körperliches Training bei Krebspatienten kann dazu beitragen, Komplikationen und Nebenwirkungen während und nach einer onkologischen Therapie zu verringern oder zu vermeiden. Zudem können die Patienten dadurch ihr subjektives Wohlbefinden selbst verbessern. Nach Studien, an denen Wiskemann beteiligt war, können etwa Nebenwirkungen wie das Erschöpfungssyndrom Fatigue erfolgreich behandelt werden. Die Forscher konnten belegen, dass auch in fortgeschrittenen Behandlungsstadien sport- und bewegungstherapeutische Interventionen möglich sind und sich positiv auf die motorische Leistungsfähigkeit auswirken. Für seine Habilitationsschrift über die „motorische Leistungsfähigkeit als zentrale Kenngröße in der Onkologie“ wurde Wiskemann im Januar in Potsdam mit dem Wissenschaftspreis in Gold des Deutschen Olympischen Sportbundes ausgezeichnet. Heike E. Krüger-Brand

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