ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2019Wirksamkeit einer Internetintervention zur Reduktion von Alkoholkonsum bei Erwachsenen

MEDIZIN: Originalarbeit

Wirksamkeit einer Internetintervention zur Reduktion von Alkoholkonsum bei Erwachsenen

Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie (Vorvida)

The effectiveness of an internet intervention aimed at reducing alcohol consumption in adults: results of a randomized controlled trial (Vorvida)

Dtsch Arztebl Int 2019; 116(8): 127-33; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0127

Zill, Jördis M.; Christalle, Eva; Meyer, Björn; Härter, Martin; Dirmaier, Jörg

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Hintergrund: In Deutschland wiesen im Jahr 2012 ca. 3,38 Millionen Menschen eine alkoholbezogene Störung auf. Internetinterventionen können zur Reduktion des Alkoholkonsums beitragen, weisen meist jedoch geringe Effektstärken auf. Ob individuelle Anpassungen der Programminhalte an den Benutzer die Wirksamkeit positiv beeinflussen, ist bisher unklar. Hier wird die Effektivität von Vorvida untersucht, einer neuen kognitiv-behavioralen Internetintervention mit individueller Anpassung der Inhalte.

Methode: Es wurde eine randomisierte kontrollierte Studie mit 608 Erwachsenen mit problematischem Alkoholkonsum durchgeführt. Primärer Endpunkt: Selbstberichteter Alkoholkonsum der letzten 30 Tage beziehungsweise 7 Tage nach dem Quantity-Frequency-Index (QFI) und der „timeline followback“-Methode (TFB). Sekundäre Endpunkte: Trinkverhalten (Rauschtrinken/Betrunkensein) und Zufriedenheit mit Vorvida. Die Datenerhebung erfolgte zu drei Zeitpunkten: Baseline (t0); nach drei (t1) und sechs Monaten (t2). Studienregistrierung: DRKS00006104.

Ergebnisse: Zu t1 zeigten sich in der „intention to treat“-Analyse (ITT) signifikante Gruppenunterschiede bezüglich des Alkoholkonsums (QFI: d = 0,28; TFB: d = 0,42), des Rauschtrinkens (d = 0,87) und des Betrunkenseins (d = 0,39). Die Zufriedenheit mit der Intervention war hoch (27,4 [Standardabweichung, SD: 5,3] von maximal 32 Punkten). Alle Effekte waren zu t2 erhalten/verstärkt. In der Interventionsgruppe reduzierte sich der Alkoholkonsum von t0 bis t2 laut QFI von 63,69 g/Tag (SD: 61,4) auf 32,67 g/Tag (SD: 39,78), in der Kontrollgruppe von 61,64 g/Tag (SD: 58,84) auf 43,75 g/Tag (SD: 43,68).

Schlussfolgerung: Vorvida erwies sich bei problematischen riskanten Alkoholkonsumenten als effektiv. In zukünftigen Studien sollte untersucht werden, welche Programmelemente in der klinischen Routine besonders zur Effektivität beitragen und welche Langzeiteffekte erzielt werden können.

LNSLNS

Exzessiver Alkoholkonsum ist ein globales Gesundheitsproblem, das mit schwerwiegenden Folgen verbunden ist (1, 2). Schätzungsweise 3,38 Millionen (Mio.) Deutsche erfüllten im Jahr 2012 die Kriterien für eine alkoholbezogene Störung (schädlicher Gebrauch: 1,61 Mio.; Abhängigkeit: 1,77 Mio.) (3) und 7,8 Mio. zeigten im Jahr 2014 einen riskanten Konsum (4). Die Diagnose einer alkoholbezogenen Störung (F10) war im Jahr 2016, mit 74 000 im Zusammenhang stehenden Todesfällen, die zweithäufigste Diagnose in Krankenhäusern (5, 6). Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) definiert die Grenzwerte für einen risikoarmen Alkoholkonsum bei einer Reinalkoholmenge von 12 g pro Tag für Frauen und 24 g für Männer (7).

Internetinterventionen sind ein vielversprechender Ansatz geworden, um Behandlungsbarrieren zu reduzieren (8). Nach systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen (911) können solche Interventionen effektiv in der Reduktion von Alkoholkonsum sein, jedoch mit durchschnittlich kleinen Effektgrößen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass nur wenige der in aktuellen Metaanalysen untersuchten Interventionen den Programminhalt automatisch den individuellen Nutzerbedürfnissen und -präferenzen anpassen (12), obwohl eine solche Individualisierung der Inhalte das Engagement und die Wirksamkeit verstärken könnten (1214). Die Vorteile der Individualisierung beziehungsweise des sogenannten „tailoring“ (Maßschneiderns) sind jedoch bisher unklar. Studien konnten die eindeutige Überlegenheit von Interventionen mit Tailoring gegenüber Interventionen ohne Tailoring nicht konsistent bestätigen (15), einige fanden äquivalente Ergebnisse für beide Arten der Intervention (16).

Darüber hinaus unterscheiden sich Internetinterventionen substanziell in ihrem Inhalt, der Tiefe, Art der Darstellung, der Sicherheit und Wirksamkeit, wodurch – anstatt von Gleichheit auszugehen – die separate Untersuchung spezifischer Interventionen gerechtfertigt scheint (17).

Das Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit von Vorvida, einer neuen Internetintervention, basierend auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), die den Inhalt im Sinne des Tailoring automatisch den individuellen Nutzercharakteristika anpasst, zu untersuchen. Es wurde die Intervention im Vergleich zu einer „care-as-usual“/Warteliste(CAU/WL)-Bedingung getestet. Gemäß der Logik einer pragmatischen, randomisierten kontrollierten Studie („randomized controlled trial“, RCT) (18) kann ein derartiger Vergleich den Nutzen einer Intervention zeigen, wenn sie ergänzend zu stark heterogenen Versorgungsbedingungen eingesetzt wird.

Methoden

Für detaillierte Information siehe den eMethodenteil und das Studienprotokoll (19).

Studiendesign

Ein pragmatischer RCT im Parallelgruppendesign wurde durchgeführt. Die Teilnehmer wurden nach der Beantwortung des Baseline-Fragebogens (t0) mit einem Verhältnis von 1:1 in einen von zwei Studienarmen randomisiert. Sofort nach der Randomisierung erhielt die Interventionsgruppe (IG) für 180 Tage Zugang zu dem internetbasierten Selbsthilfeprogramm Vorvida. Die Kontrollgruppe (KG beziehungsweise CAU/WL) konnte sechs Monate, nachdem sie den t2-Fragebogen vollständig ausgefüllt hatte, auf das Programm zugreifen. Vorvida richtet sich an Erwachsene mit problematischem Alkoholkonsum. Für die Programmnutzung wird keine persönliche Anleitung oder Unterstützung benötigt.

Durchführung

Wir rekrutierten sowohl online als auch mit Offline-Maßnahmen. Einschlusskriterien:

  • Alter ≥ 18 Jahre
  • mehr als 24/12 g (Männer/Frauen) reinen Alkohol am Tag oder/und ein Wert ≥ 3 im AUDIT-C („Alcohol Use Disorders Identification Test-Consumption“, Hinweis auf riskanten Alkoholkonsum) (20)
  • Einverständniserklärung.

Messinstrumente

Primäre Endpunkte

Der Quantity-Frequency-Index (QFI) und die „Timeline Follow-Back“-Methode (TFB) (2123) wurden verwendet, um den täglichen durchschnittlichen Konsum von Reinalkohol in Gramm zu erfassen. Beide Instrumente messen die rückblickende, selbstberichtete Einschätzung des Alkoholkonsums, bezogen auf die vergangenen letzten 30 (QFI) beziehungsweise sieben Tage (TFB).

Sekundäre Endpunkte

Das Trinkverhalten wurde mit zwei Items erfasst:

  • Binge-Drinking – Rauschtrinken (An wie vielen Tagen in den letzten 30 Tagen haben Sie fünf oder mehr Gläser Alkohol getrunken, egal ob Bier, Wein/Sekt, Spirituosen oder alkoholhaltige Mixgetränke?)
  • Betrunken sein (An wie vielen Tagen waren Sie in den letzten 30 Tagen so richtig betrunken, zum Beispiel unsicheres Gehen und Stehen, verschwommen sehen, undeutliches Sprechen?) (24).

Die Zufriedenheit mit der Intervention wurde für die IG mit dem Fragebogen zur Patientenzufriedenheit (ZUF-8) erfasst (25).

Soziodemografische Daten

Diese beinhalteten unter anderem

  • Alter
  • Geschlecht
  • Jobsituation
  • Informationen über die Nutzung anderer Behandlungsangebote
  • Zeitpunkt des ersten Alkoholkonsums
  • Beginn des regelmäßigen Alkoholkonsums (22).

Datenanalyse

Eine „intention to treat“(ITT)-Analyse der primären Daten wurde mit allen vorhandenen Daten der randomisierten Teilnehmer durchgeführt. Dabei wurde das multiple Imputationsverfahren verwendet, um fehlende Daten zu ersetzen. ANCOVAs (Kovarianzanalysen) wurden für alle primären Endpunkte (QFI, TFB) berechnet sowie für die sekundären Outcomes (Binge-Drinking, Betrunken sein), zu t1 und t2 unter Kontrolle der entsprechenden Endpunkte zur Baseline (t0). Für die vollständigen Fälle („complete cases“) wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Für die IG und KG wurden für alle Zeitpunkte der mittlere Alkoholkonsum ohne Kontrolle des Baseline-Konsums sowie die Anzahl der Teilnehmer mit risikoarmem Alkoholkonsum ermittelt.

Für die Zufriedenheit mit der Intervention (ZUF-8) wurden die Mittelwerte und Standardabweichungen berechnet. Deskriptive Statistiken wurden für die zeitliche Nutzung der Intervention erstellt.

Ethikkommission

Die Studie wurde in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki durchgeführt (26). Die Zustimmung wurde von der Ethikkommission der Ärztekammer in Hamburg, Deutschland eingeholt (Referenznummer: PV4802).

Ergebnisse

Teilnehmer

Das Flussdiagramm der Studie ist in der Grafik dargestellt. Die Ergebnisse werden in Übereinstimmung mit dem CONSORT-eHealth-Statement (CONSORT, Consolidated Standards of Reporting Trials) berichtet. 1 034 Individuen nahmen am Screening der Ein- und Ausschlusskriterien teil. Von diesen wurden 290 aufgrund der in der Grafik aufgeführten Kriterien ausgeschlossen, 136 Personen reagierten nicht auf die Einladung zu t0. 608 Teilnehmer wurden nach t0 eingeschlossen und auf die IG (n = 306) oder die KG (n = 302) randomisiert. Die Drop-out-Rate (keine Vervollständigung der Fragebögen) zwischen der Randomisierung (t0) und t1 lag bei 25 % (t1: n = 458) und 7 % von t1 zu t2 (t2: n = 425), also 30 % von t0 zu t2. Die Drop-out-Rate war in der IG (37 % zu t2) höher als in der KG (23 % zu t2). Sieben Teilnehmer kontaktierten uns zwischen t0 und t1, weil sie nicht mehr an der Studie teilnehmen wollten. Andere Gründe für ein Ausscheiden sind nicht bekannt. Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen IG und KG in Bezug auf soziodemografische Daten oder den Alkoholkonsum festgestellt (eTabelle1).

CONSORT-Flussdiagramm der Studie – Einschluss, Zuordnung, Follow-up und Analyse
CONSORT-Flussdiagramm der Studie – Einschluss, Zuordnung, Follow-up und Analyse
Grafik
CONSORT-Flussdiagramm der Studie – Einschluss, Zuordnung, Follow-up und Analyse

ITT-Analysen für primäre und sekundäre Endpunkte

Für die primären Endpunkte wurden signifikante Unterschiede im Alkoholkonsum zum Zeitpunkt t1 mit kleinen bis mittleren Effekten von d = 0,278 für den QFI (Kontrolle des Baseline-Konsums: durchschnittlicher Alkoholkonsum war 40,8 g/Tag für IG; 56,8 g/Tag für KG) und d = 0,419 für TFB (34,3 g/Tag für IG; 43,7 g/Tag für KG) beobachtet. Diese Effekte waren zu t2 etwas größer (Tabelle 1).

Ergebnisse der ANCOVAs für die „intention-to-treat“-Analyse (ITT) zu t1 und t2
Ergebnisse der ANCOVAs für die „intention-to-treat“-Analyse (ITT) zu t1 und t2
Tabelle 1
Ergebnisse der ANCOVAs für die „intention-to-treat“-Analyse (ITT) zu t1 und t2

Ohne Kontrolle der Ausprägungen zur Baseline verringerte sich der durchschnittliche tägliche Alkoholkonsum in Gramm in der IG vom Mittelwert (M) = 63,69 (Standardabweichung [SD] = 61,84) zur Baseline auf M = 32,67 (SD = 39,78) zu t2 (gemessen mit QFI). Die TFB-Messung des täglichen Alkoholkonsums zeigte eine ähnliche Verringerung von M = 52,91 (SD = 56,68) zur Baseline auf M = 26,53 (SD = 24,09) zu t2 (Tabelle 2). Diese Verringerung des Alkoholkonsums spiegelte sich auch in einem steigenden Anteil des risikoarmen Alkoholkonsums in der IG wider. Entsprechend dem QFI zeigten beispielsweise 7,5 % der Teilnehmer in der IG risikoarmes Trinkverhalten zur Baseline, verglichen mit 20,9 % zu t1 und 38,9 % zu t2. Ebenso stieg beim TFB das Trinkverhalten mit geringem Risiko der IG-Teilnehmer von 12,4 % zu Beginn auf 24,8 % bei t1 und 41,8 % bei t2. In der KG blieb der Anteil risikoarmer Konsumenten im Gegenteil dazu relativ gleich über die Zeit (Tabelle 3).

Mittelwerte des täglichen Alkoholkonsums, selbstberichtete Angaben
Mittelwerte des täglichen Alkoholkonsums, selbstberichtete Angaben
Tabelle 2
Mittelwerte des täglichen Alkoholkonsums, selbstberichtete Angaben
Anzahl Teilnehmende mit Trinkverhalten mit niedrigem Risiko, selbstberichtete Angaben*
Anzahl Teilnehmende mit Trinkverhalten mit niedrigem Risiko, selbstberichtete Angaben*
Tabelle 3
Anzahl Teilnehmende mit Trinkverhalten mit niedrigem Risiko, selbstberichtete Angaben*

Für den sekundären Endpunkt Trinkverhalten fanden wir für das Binge-Drinking einen großen Effekt von d = 0,873 zu t1 (für die IG 8,1 Tage innerhalb der letzten 30 Tage und für die KG 14,6 Tage, unter Kontrolle der Baseline-Ausprägungen) und einen kleinen bis mittleren Effekt von d = 0,392 für das Betrunkensein (2,9 Tage innerhalb der letzten 30 Tage für die IG und 4,6 Tage für die KG). Diese Effekte waren sogar größer zu t2 (Tabelle 1). Die Analysen nur der vollständigen Fälle („complete cases“) zeigten vergleichbare Ergebnisse mit etwas größeren Effektstärken (eTabelle 2).

Ergebnisse der ANCOVAs für Teilnehmende mit vollständigen Daten (Sensibilitätsanalyse) für t1 und t2
Ergebnisse der ANCOVAs für Teilnehmende mit vollständigen Daten (Sensibilitätsanalyse) für t1 und t2
eTabelle 2
Ergebnisse der ANCOVAs für Teilnehmende mit vollständigen Daten (Sensibilitätsanalyse) für t1 und t2

Deskriptive Statistiken zu den sekundären Endpunkten

Die Ergebnisse der Analysen zum ZUF-8 zeigten ein hohes Maß an Zufriedenheit mit Vorvida (M = 27,4; SD = 5,3) zu den Zeitpunkten t1 und t2 (M = 28,2; SD = 5,4). Beide Mittelwerte waren nahe dem Maximalwert von 32 Punkten (Tabelle 4). Zu t2 berichteten circa 94 % der Teilnehmer, dass sie das Programm einem Freund empfehlen würden, 90 % gaben an, dass dies die Art der Behandlung war, die sie gewollt hatten; 92 % gaben an, dass sie Vorvida wieder nutzen würden (eTabelle 3). Die mittlere Nutzungszeit von Vorvida lag zu t1 bei fast vier Stunden und zu t2 bei etwas mehr als vier Stunden (eTabelle 4).

Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida*
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida*
Tabelle 4
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida*
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida, gemessen mit dem Fragebogen zur Messung der Patientenzufriedenheit ZUF-8 für die IG zu t1 und t2
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida, gemessen mit dem Fragebogen zur Messung der Patientenzufriedenheit ZUF-8 für die IG zu t1 und t2
eTabelle 3
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida, gemessen mit dem Fragebogen zur Messung der Patientenzufriedenheit ZUF-8 für die IG zu t1 und t2
Ergebnisse zur Nutzungszeit von Vorvida für die Interventionsgruppe (IG) zu t1 und t2 *
Ergebnisse zur Nutzungszeit von Vorvida für die Interventionsgruppe (IG) zu t1 und t2 *
eTabelle 4
Ergebnisse zur Nutzungszeit von Vorvida für die Interventionsgruppe (IG) zu t1 und t2 *

Diskussion

Der RCT zeigte statistisch signifikante Unterschiede in den primären und sekundären Endpunkten zugunsten der IG. Die Effektstärke bewegte sich zum Messzeitpunkt t1 zwischen „klein“ und „mittel“, zu t2 zwischen „mittel“ und „stark“ (die durchschnittliche Effektstärke von primären und sekundären Endpunkten betrug bei t1 d = 0,49, bei t2 d = 0,75). Die Teilnehmer der IG reduzierten ihren Alkoholkonsum über den Zeitraum von t0 zu t2 um etwa 31,02 g pro Tag, die Teilnehmer der KG verminderten den Verbrauch um 17,89 g pro Tag (erhoben durch QFI, siehe Tabelle 2). In der IG wurden bei t2 durchschnittlich 29,6 g Alkohol täglich getrunken, in der KG wurde zum selben Zeitpunkt täglich durchschnittlich 40,7 g (durchschnittlicher QFI und TFB, siehe Tabelle 2) konsumiert. Darüber hinaus wurde zum Messzeitpunkt t2 in der IG angegeben, sich im Schnitt 10 Tage weniger im Monat (IG: 4,6 Tage) im Sinne des Binge-Drinking zu betrinken als in der KG (KG: 14,5 Tage). Daraus folgt, dass sich die Teilnehmer der KG zum Zeitpunkt t2 im Schnitt etwa jeden zweiten Tag betranken, wohingegen die Teilnehmer der IG dies durchschnittlich seltener als zweimal pro Woche taten. Die Zufriedenheit mit der Intervention war in der IG sehr hoch. Die Drop-out-Rate war mit 25 % von t0 zu t1 und 7 % von t1 zu t2 nicht optimal, die Gründe für den Abbruch wurden jedoch nicht erfasst. Diese Drop-out-Raten sind jedoch vergleichbar mit ähnlichen Studien (26).

Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit ähnlichen RCT, da Metaanalysen tendenziell kleine und signifikante Effektstärken für internetbasierte Interventionen zur Reduktion des Alkoholkonsums zeigten (9, 27). Einem kürzlich veröffentlichten Review zufolge konnten computerbasierte Interventionen den Alkoholkonsum um bis zu 2,5 Alkoholeinheiten pro Woche senken (9). In der vorliegenden Studie reduzierten die Teilnehmer der IG den Alkoholkonsum gegenüber der KG zum Messzeitpunkt t2 um etwa eine Einheit am Tag. Im Schnitt tranken sie etwa 7 Einheiten weniger pro Woche, was die durchschnittliche Reduktion von 2–3 Einheiten pro Woche anderer internetbasierter Interventionen deutlich übertrifft (9). Diese Ergebnisse sollten in weiteren Studien repliziert werden, um deren Robustheit zu überprüfen. Obwohl der Alkoholkonsum in dieser Studie beträchtlich vermindert werden konnte, lag die Trinkmenge immer noch leicht über der empfohlenen maximalen Tagesdosis (28). Im Durchschnitt veränderten die Teilnehmer der IG ihr Trinkverhalten von einem eindeutig schädlichen hin zu einem weiterhin riskanten Alkoholkonsum. Folgestudien sollten die genauen Mechanismen beleuchten, die diesen Effekten zugrunde liegen.

Limitationen

Zum Ersten dienten ausschließlich Online-Fragebögen der Überprüfung der Ein- und Ausschlusskriterien; es fanden keine diagnostischen Interviews oder persönlichen Kontakte zur Unterstützung statt. Diese können durch regelmäßiges Feedback, Erklärungen, Motivation und Erinnerungen (27, 29, 30) den Effekt einer Internetintervention möglicherweise verstärken. Aber derartige zusätzliche Interaktionen würden es erschweren zu klären, ob beobachtete Effekte der persönlichen Unterstützung oder der digitalen Intervention zuzuschreiben sind.

Weiter wurden Selbstbeurteilungsfragebögen zur Outcome-Messung verwendet. Andere Studien haben jedoch gezeigt, dass Fragebögen zur Selbstbeurteilung in der Erforschung von Alkoholkonsum durchaus reliabel und valide sind, insbesondere der Quantity-Frequency-Index, der in dieser Studie eingesetzt wurde (31).

Eine dritte Einschränkung betrifft die Frage, inwiefern die erhobene Stichprobe die Grundgesamtheit repräsentiert, was die Frage der Generalisierbarkeit der Ergebnisse aufwirft. Die Studienteilnehmer waren tendenziell höher gebildet und zudem in der Regel berufstätig. Insofern lassen sich die Ergebnisse vorrangig für diejenigen Risikotrinker generalisieren, die arbeitsfähig sind, Zugang zum Internet haben und ausreichend motiviert sind, um eine Internetintervention anzuwenden. Man kann also zu dem Schluss kommen, dass diese Teilgruppe der Risikotrinker dementsprechend eine angemessene Zielgruppe für Vorvida wäre, nicht jedoch unbedingt die gesamte Population von Risikotrinkern.

Außerdem wurde keine aktive Kontrollgruppe eingesetzt. Pragmatisch orientierte RCT zielen jedoch darauf ab, die Effekte einer Intervention unter Alltagsbedingungen zu untersuchen. Unter Alltagsbedingungen ist eine aktive Kontrollgruppe jedoch per Definition nicht möglich, da dies eine Interpretation der Ergebnisse zusätzlich verkompliziert, wenn beispielsweise Verzerrungen wie Placebo- oder Noceboeffekte auftreten. Der Vergleich einer psychologischen Behandlung mit einem „psychologischen Placebo“ führt auch zu konzeptionellen Problemen, da bei psychologischen Interventionen im Gegensatz zu beispielsweise Medikamenten die Vermittlung einer glaubwürdigen Rationale („credible rationale“) und positiver Erwartungshaltungen Teil der Intervention selbst sind (32). Es ist daher grundsätzlich schwierig, eine „psychologische Placebo-Intervention“ zu entwickeln, die einerseits glaubwürdig eine Verbesserung verspricht, andererseits aber keinen tatsächlich aktiven Bestandteil einer Behandlung enthält. Zukünftige Studien sollten dennoch die Wirksamkeit von Vorvida im direkten Vergleich zu anderen aktiven Interventionen untersuchen.

Als fünfte Limitation sollte die unterschiedliche Abbruchquote genannt werden. In der IG brachen 37,3 % der Teilnehmer ab, wohingegen dies nur bei 22,8 % der Teilnehmer in der KG der Fall war. Andere Online-Untersuchungen fanden in den IG jedoch ebenfalls höhere Drop-out-Raten (33, 34), wobei die Gründe der unterschiedlichen Quoten noch unklar sind. Dies könnte möglicherweise mit einer höher empfundenen Belastung durch die Intervention verbunden sein. Zudem sahen die Teilnehmer der IG möglicherweise bereits vor Studienende ihr persönliches Ziel erreicht und erhofften sich durch eine weitere Beteiligung oder das Ausfüllen von Fragebögen keine weitere Verbesserung. Teilnehmer der KG hingegen verspürten möglicherweise noch keine subjektiv ausreichende Verbesserung, weshalb die Motivation zur weiteren Teilnahme höher gewesen sein könnte. In Folgestudien sollten die Gründe für die verschiedenen Abbrecherquoten geklärt werden.

Eine letzte Einschränkung betrifft die Tatsache, dass keine langfristigen Follow-up-Daten erhoben wurden; daher bleibt die Stabilität der Interventionseffekte über sechs Monate hinaus unklar.

Fazit

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Vorvida den Alkoholkonsum bei Risikotrinkern wirksam reduziert. Weitere Studien sind erforderlich, um diese Ergebnisse mit objektiven Messungen des Alkoholkonsums und aktiveren Kontrollgruppen zu replizieren. Mediatoren, Moderatoren sowie langfristige Interventionseffekte unter Routinebedingungen sollten ebenfalls untersucht werden. Weiterhin könnte geklärt werden, ob bestimmte Programminhalte effektiver sind als andere und wie Vorvida in bestehende Versorgungsstrukturen und -prozesse in ambulanten und stationären Kontexten eingebettet und größeren Populationen zugänglich gemacht werden könnte.

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass Vorvida eine skalierbare und wirksame Intervention ist, die bestehende Behandlungsoptionen erweitern und Behandlungsdefizite bei alkoholbedingten Erkrankungen verringern kann.

Förderung
Dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (Fördernummer: 01KQ1002B).

Danksagung
Wir danken Janine Topp und Anastasia Izotova für ihre Unterstützung als studentische Hilfskräfte.

Interessenkonflikt
Dr. Meyer arbeitet als Forschungsleiter bei der GAIA AG, dem Entwickler, Eigentümer und Betreiber der internetbasierten Intervention Vorvida, die in dieser Studie untersucht wurde.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Bereitstellung der Daten dieser Studie
Die Autoren sind bereit, die dieser Studie zugrunde liegenden Daten mit anderen Forschern zu teilen.

Manuskriptdaten
eingereicht: 05. 03. 2018, revidierte Fassung angenommen: 18. 12. 2018

Anschrift für die Verfasser
Dr. phil. Dipl.-Psych. Jördis M. Zill
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg
j.zill@uke.de

Zitierweise
Zill JM, Christalle E, Meyer B, Härter M, Dirmaier J: The effectiveness of an internet intervention aimed at reducing alcohol consumption in adults: results of a randomized controlled trial (Vorvida).
Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 127–33. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0127

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
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Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
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eMethodenteil, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/19m0127 oder über QR-Code

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PD Dr. phil. Dipl.-Psych. Jörg Dirmaier
GAIA AG, Hamburg und Department of Psychology, City, University of London: Björn Meyer, Ph. D.
CONSORT-Flussdiagramm der Studie – Einschluss, Zuordnung, Follow-up und Analyse
CONSORT-Flussdiagramm der Studie – Einschluss, Zuordnung, Follow-up und Analyse
Grafik
CONSORT-Flussdiagramm der Studie – Einschluss, Zuordnung, Follow-up und Analyse
Ergebnisse der ANCOVAs für die „intention-to-treat“-Analyse (ITT) zu t1 und t2
Ergebnisse der ANCOVAs für die „intention-to-treat“-Analyse (ITT) zu t1 und t2
Tabelle 1
Ergebnisse der ANCOVAs für die „intention-to-treat“-Analyse (ITT) zu t1 und t2
Mittelwerte des täglichen Alkoholkonsums, selbstberichtete Angaben
Mittelwerte des täglichen Alkoholkonsums, selbstberichtete Angaben
Tabelle 2
Mittelwerte des täglichen Alkoholkonsums, selbstberichtete Angaben
Anzahl Teilnehmende mit Trinkverhalten mit niedrigem Risiko, selbstberichtete Angaben*
Anzahl Teilnehmende mit Trinkverhalten mit niedrigem Risiko, selbstberichtete Angaben*
Tabelle 3
Anzahl Teilnehmende mit Trinkverhalten mit niedrigem Risiko, selbstberichtete Angaben*
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida*
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida*
Tabelle 4
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida*
Ergebnisse der ANCOVAs für Teilnehmende mit vollständigen Daten (Sensibilitätsanalyse) für t1 und t2
Ergebnisse der ANCOVAs für Teilnehmende mit vollständigen Daten (Sensibilitätsanalyse) für t1 und t2
eTabelle 2
Ergebnisse der ANCOVAs für Teilnehmende mit vollständigen Daten (Sensibilitätsanalyse) für t1 und t2
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida, gemessen mit dem Fragebogen zur Messung der Patientenzufriedenheit ZUF-8 für die IG zu t1 und t2
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida, gemessen mit dem Fragebogen zur Messung der Patientenzufriedenheit ZUF-8 für die IG zu t1 und t2
eTabelle 3
Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Vorvida, gemessen mit dem Fragebogen zur Messung der Patientenzufriedenheit ZUF-8 für die IG zu t1 und t2
Ergebnisse zur Nutzungszeit von Vorvida für die Interventionsgruppe (IG) zu t1 und t2 *
Ergebnisse zur Nutzungszeit von Vorvida für die Interventionsgruppe (IG) zu t1 und t2 *
eTabelle 4
Ergebnisse zur Nutzungszeit von Vorvida für die Interventionsgruppe (IG) zu t1 und t2 *
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