ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2019Elektronische Patientenakte: KBV – „Am Ende muss einer entscheiden“

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Elektronische Patientenakte: KBV – „Am Ende muss einer entscheiden“

Dtsch Arztebl 2019; 116(8): A-340

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Thomas Kriedel: „Ohne Interoperabilität wird die ePA ihr Potenzial nicht entfalten können.“ Foto: Georg J Lopata
Thomas Kriedel: „Ohne Interoperabilität wird die ePA ihr Potenzial nicht entfalten können.“ Foto: Georg J Lopata

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sieht sich prädestiniert dafür, die medizinischen Inhalte der elektronischen Patientenakte (ePA) zu standardisieren, wie es das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz vorsieht. Das betonte KBV-Vorstandsmitglied Dr. rer. soc. Thomas Kriedel gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. „Wenn man Zusammenarbeit und Interoperabilität will, ist es sinnvoll, dies der KBV zu übertragen, denn sie vertritt die niedergelassenen Ärzte. In deren Praxen läuft überwiegend der Datenaustausch, da fallen die Daten an und da werden sie auch gebraucht, weil viele Patienten anschließend weitere Ärzte aufsuchen.“ Jeder Arzt und Psychotherapeut müsse den Patienten ihre Daten auf Wunsch elektronisch übermitteln und der weiterbehandelnde Arzt diese Daten auch digital verarbeiten können. Die Sorge der Kritiker, dass ihre Belange nicht berücksichtigt würden, teilt der KBV-Vorstand nicht, denn: „Wir werden diese Belange einbeziehen, weil wir schnell zu Ergebnissen kommen wollen.“ Gesetzlich sei gefordert, alle maßgeblich Beteiligten miteinzubeziehen. Zudem lege die KBV großen Wert darauf, das Verfahren transparent zu gestalten. Vorhandene Konzepte würden geprüft, geleistete Vorarbeiten berücksichtigt. Auch sei ein öffentliches Kommentierungsverfahren geplant. Allerdings sei die ePA mit Fristen belegt, und am Ende müsse einer entscheiden.

Interview mit Thomas Kriedel:

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