ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2019EU fördert Robotik im Gesundheitswesen

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

EU fördert Robotik im Gesundheitswesen

Dtsch Arztebl 2019; 116(8): [4]

Glöser, Sabine

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Foto: ekkasit919/stock.adobe.com
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Die Europäische Kommission will die Entwicklung und Anwendung von Robotersystemen im Gesundheitswesen voranbringen. Innerhalb ihres Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 investiert sie 16 Millionen Euro in das Projekt „Digital Innovation Hubs in Healthcare Robotics“, kurz DIH HERO. Ziel ist es, in den nächsten vier Jahren eine unabhängige Plattform aufzubauen, um Unternehmen, Forschungsinstitute und Investoren zu vernetzen und deren Zusammenarbeit zu erleichtern.

Konkret geplant ist, kleinen und mittleren Unternehmen über die neue Plattform Zugang zu Technologien in Robotik und Digitalisierung zu ermöglichen. Die Infrastruktur soll ihnen helfen, ihre Anwendungen klinisch zu testen. Zudem sollen sie von regionalen Anlaufstellen in Fragen der Finanzierung und Vermarktung ihrer Produkte beraten werden. Darüber hinaus können die Unternehmen über die Plattform auch Geschäfts- und Kooperationspartner finden.

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„Der Weg, medizinische Innovationen in die klinische Praxis zu überführen, ist holprig, zeitaufwendig und erfordert erhebliche Investitionen“, sagte Stefano Stramigioli, Professor für Robotik an der Universität Twente in den Niederlanden und Koordinator des Projektes. Es gebe viele Akteure, die an verschiedensten Neuerungen in der Robotik arbeiteten. Daher gelte es, den Innovationszyklus entlang der Wertschöpfungskette zu beschleunigen, indem man relevante Akteure vernetze und so sicherstelle, dass sie Produkte und Dienstleistungen effizient entwickeln können.

Das Projekt wird von einem Konsortium aus 17 Partnern aus zehn europäischen Ländern getragen. Jeder einzelne Partner repräsentiert ein Netzwerk an Gesundheits- und Forschungsinstituten, Investoren und kommerziellen Unternehmen, die in der Robotik im Gesundheitswesen aktiv sind. Einer der Hauptpartner ist das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung. Das Institut entwickelt automatisierte Lösungen für das Gesundheitswesen, wie in der Altenpflege, der innovativen Labordiagnostik oder der Unterstützung minimalinvasiver Operationen. sg

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