ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2019Luftschadstoffe: Bestürzend
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Es ist bestürzend, dass Herr Prof. Köhler unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaftlichkeit alle Erkenntnisse und Erfahrungen zu diesem Thema vom Tisch fegen möchte. Mag sein, dass jegliche Einzelkomponente der Autoabgase für sich genommen nicht das Schädigungspotenzial dessen entfaltet, was die Gesamtheit aller enthaltenen Stoffe bewirkt. Hierzu zählen – neben Feinstaub und Stickoxiden – Hunderte weitere, z. B. Ozon, unverbrannte Kohlenwasserstoffe, CO etc. Von klimawirksamen Substanzen ganz zu schweigen. Autoabgase sind schädlich – für Gesundheit und Umwelt. Und die Diskussion – wie von Herrn Prof. Köhler vorangetrieben – auf eine Einzelsubstanz zu fokussieren, wird der Problemstellung nicht gerecht. Stickoxide können allenfalls als Marker für die Gesamtbelastung durch Autoabgase betrachtet werden: Je niedriger, umso besser. Nur so können die Belastungen für Mensch und Umwelt gemindert und die Entwicklungsmotivation der Kfz-Industrie gestärkt werden.

Dr. med. Bernd Köster, 79192 Freiburg

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