ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2019Essstörungen: Handlungskonzept soll Versorgung verbessern

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Essstörungen: Handlungskonzept soll Versorgung verbessern

Dtsch Arztebl 2019; 116(8): A-381

Hillienhof, Arne

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Nordrhein-Westfalen (NRW) will die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Essstörungen verbessern. Mit einem Handlungskonzept sollen neue Impulse für Prävention, Beratung und Behandlung bei Essstörungen entstehen und Betroffenen Hilfestellung gegeben werden.

Essstörungen gehören zu den schwerwiegenden psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen und haben oft einen langwierigen Verlauf. Aufgrund krankheitsbedingter Hindernisse sowie unzureichend ausgebildeter Strukturen und mangelnder Transparenz des Hilfesystems bleiben viele Essstörungen oft jahrelang unbehandelt.

„Mit dem erarbeiteten ‚Fahrplan‘ wollen wir neue und wegweisende Akzente in der Prävention setzen und das Hilfesystem Schritt für Schritt optimieren“, sagt NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Hans-Josef-Laumann (CDU). Laut Ge­sund­heits­mi­nis­terium ist NRW das erste Bundesland, das mit einem Handlungskonzept konkrete Weichen für eine gezielte Behandlung von Essstörungen setzt würden.

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Dabei bietet die Broschüre nicht nur Handlungsempfehlungen, sondern will auch die Basis für eine stärkere Vernetzung der Strukturen schaffen. „Um Betroffenen den Weg in Beratungs- und Behandlungsstrukturen frühzeitig zu eröffnen, ist die Verzahnung der unterschiedlichen Akteure vor Ort von großer Bedeutung“, betonte Laumann.

Das Handlungskonzept Essstörungen wurde unter Beteiligung einer Fachkommission aus Experten der unterschiedlichen Fach- und Verantwortungsbereiche des Gesundheits- und Bildungssystems entwickelt und stellt ein sektoren- und fachübergreifendes Vorgehen sowie eine frühzeitige Beratung und Behandlung in den Mittelpunkt. hil

http://daebl.de/CB94

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