ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2019Randnotiz: Tierisch gut fürs Geschäft

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Randnotiz: Tierisch gut fürs Geschäft

Dtsch Arztebl 2019; 116(8): A-339 / B-279 / C-279

Maybaum, Thorsten

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Ärzte sollten mit ihren Patienten häufiger über die tierisch guten Gesundheitsauswirkungen von Haustieren sprechen. Diesen Wunsch hat kürzlich Boehringer Ingelheim geäußert. Das Unternehmen, das sich als „führendes Human- und Tiergesundheitsunternehmen und als Partner von Patienten, Tierärzten und Gesundheitsorganisationen“ bezeichnet, untermauert den Aufruf unter anderem mit einer beim Forschungsinstitut Ipsos in Auftrag gegebenen Untersuchung. Diese kommt zu dem (überraschenden) Ergebnis, dass Hund, Katze & Co eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben. So hätten mehr als 90 Prozent der Hunde- und Katzenbesitzer angegeben, dass sich ihr Haustier positiv auf den Alltag auswirke. Eine starke emotionale Bindung zu einem Tier könne auch Patienten helfen, mit ihrer Krankheit zurecht- beziehungsweise über diese hinwegzukommen, heißt es von Boehringer weiter. In einer Youtube-Kampagne kommen Patienten zu Wort, die über ihre Bindung zu ihrem Tier berichten (http://daebl.de/TK41). Boehringer Ingelheim habe es sich zum Ziel gemacht, Verbindungen zwischen menschlicher und tierischer Gesundheit stärker zu nutzen, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Ärzte würden daher ermutigt, „im Rahmen der Konsultation über die für beide Seiten vorteilhafte Bindung zu sprechen“. „Beide Seiten“ ist dabei durchaus doppeldeutig. Eindeutig ist, dass Boehringer, das mit Tiergesundheit Milliarden umsetzt, gut an der Versorgung von Mensch und Tier verdient. Mehr durch Ärzte vermittelte Haustiere wären somit nicht nur tierisch gut für die Gesundheit, sondern auch tierisch gut fürs Geschäft.

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