ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2019Krebsprävention: Weißer Hautkrebs – keine Lapalie
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Der weiße Hautkrebs wird zwar als Karzinom bezeichnet und in der WHO-Klassifikation auch als bösartige Erkrankung der Haut aufgelistet, aber in einem Krebsregister das zu erfassen wurde lange Zeit wegen „Lapalie“ nicht für nötig gehalten. Und wenn dann registriert wird, dann werden nur betroffene Menschen registriert, aber nicht, dass diese manchmal schon den 3., 4., 5. ... Hautkrebs erleiden – also zwar 5-mal Krebs, aber nur einmal gezählt.

Was heißt denn Lapalie: Ja der weiße Hautkrebs macht nur selten Metastasen und sehr selten sterben Menschen an ihm, aber ist es denn eine Bagatelle Krebs und dann noch mitten im Gesicht zu haben, den chirurgisch entfernt bekommen und zum Teil große Hautdefekte in kauf nehmen zu müssen, die ärztlicherseits (meinerseits) alles Können und Erfahrung erfordert, um ein funktionell und ästhetisch gutes Ergebnis zu erlangen. ...

Gerade das Potenzial bei der Haut (ist) groß: Aufklärung über die UV-Belastung als Ursache, Nutzung der Hautkrebsvorsorge und nicht zuletzt Aufmerksamkeit aller. Jeder Patient sieht sich morgens im Spiegel; und jeder Arzt kann seinem Patienten ins Gesicht gucken (da muss derjenige sich noch nicht mal entkleiden), um eventuelle verdächtige Stellen im Gesicht zu bemerken.

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Mich interessiert tatsächlich, ob weißer Hautkrebs nur, weil man nicht daran sterben kann, als Bagatelle angesehen wird.

Dr. med. Sonja Brumme, 22763 Hamburg

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