ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2019Depression: Onlineprogramm für arabischsprachige Patienten

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Depression: Onlineprogramm für arabischsprachige Patienten

Dtsch Arztebl 2019; 116(9): A-433

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Das Angebot soll dabei helfen, Sprachbarrieren und medizinische Versorgungsengpässe zu überbrücken. Foto: Giulio_Fornasar/stock.adobe.com
Das Angebot soll dabei helfen, Sprachbarrieren und medizinische Versorgungsengpässe zu überbrücken. Foto: Giulio_Fornasar/stock.adobe.com

Für arabischsprachige Menschen mit Depressionen gibt es online ein neues Hilfsangebot. Das kostenfreie Selbsthilfeprogramm „iFightDepression“ helfe Betroffenen mit leichten Depressionsformen, ihre Erkrankung besser zu verstehen, und zeige praktische Übungen für den Alltag, wie die Stiftung Deutsche Depressionshilfe kürzlich mitteilte.

Die arabische Version des nunmehr zwölfsprachigen Programms richte sich vor allem an Migrantinnen und Migranten in Deutschland und solle helfen, Sprachbarrieren und medizinische Versorgungsengpässe zu überbrücken. Zudem berücksichtige sie auch kulturelle Besonderheiten. So sei es im arabischen Kulturkreis nicht angesehen, persönliche Probleme und Gefühle einem Menschen außerhalb der eigenen Familie preiszugeben, erläuterte der Arzt Weam Jalbout, einer der Mitentwickler des Programms.

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Laut Deutscher Depressionshilfe belegen Studien die Wirksamkeit von Onlineprogrammen vor allem dann, wenn sie etwa vom Hausarzt begleitet werden. Dann seien sie ebenso wirksam wie eine reguläre Psychotherapie. Deshalb sei „iFightDepression“ nur für Patienten zugänglich, die dabei professionell begleitet werden. Als Begleiter des Tools können sich Ärzte, Psychotherapeuten und Fachpersonal aus der Flüchtlingshilfe qualifizieren. kna

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