ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2019Internationale Zusammenarbeit: Spahn startet Netzwerk für globale Gesundheit

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Internationale Zusammenarbeit: Spahn startet Netzwerk für globale Gesundheit

Dtsch Arztebl 2019; 116(9): A-398 / B-326 / C-322

Korzilius, Heike

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Hilfe für das internationale Gesundheitswesen schafft der „Global Health Hub Germany“. Foto: kalafoto/stock.adobe.com
Hilfe für das internationale Gesundheitswesen schafft der „Global Health Hub Germany“. Foto: kalafoto/stock.adobe.com

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat Mitte Februar den Startschuss für den „Global Health Hub Germany“ gegeben. Das neue Netzwerk soll Akteure aus der Politik, der Zivilgesellschaft, aus Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft zusammenbringen, um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen voranzubringen, die unter anderem einen Zugang aller Menschen zu Gesundheitsdienstleistungen vorsehen. Im Fokus stünden Tropenkrankheiten, Krebs und Antibiotika-Resistenzen. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung, erklärte Spahn. Das Ministerium werde den Hub drei Jahre lang mit einer Anschubfinanzierung fördern. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit übernehme während dieses Zeitraums als Geschäftsstelle die Koordination des Netzwerks, kündigte Spahn an. „Das deutsche Engagement geht aber über staatliches Handeln hinaus“, betonte der Minister. Die Nichtregierungsorganisationen seien eine ebenso wichtige Säule des Projekts wie die Wissenschaft und die private Wirtschaft. Um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen, müssten sich die Akteure besser international vernetzen.

Das verstärkte Engagement der deutschen Bundesregierung für die globale Gesundheit, die sie im Rahmen der G 20 und der G 7 auf die internationale politische Agenda gesetzt hat, schlägt sich auch finanziell nieder. Spahn kündigte an, sein Ministerium werde mit 1,5 Millionen Euro das Programm der Welt­gesund­heits­organi­sation zur Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten in Afrika (Expanded Special Project for Elimination of Neglected Tropical Diseases, ESPEN) unterstützen. HK

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