ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2019Nordrhein-Westfalen: Numerus clausus für künftige Landärzte abgeschafft

AKTUELL

Nordrhein-Westfalen: Numerus clausus für künftige Landärzte abgeschafft

Dtsch Arztebl 2019; 116(9): A-398 / B-326 / C-322

KNA

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Wer als Landarzt arbeiten will, unterliegt in NRW künftig nicht mehr dem Numerus clausus. Foto: picture alliance
Wer als Landarzt arbeiten will, unterliegt in NRW künftig nicht mehr dem Numerus clausus. Foto: picture alliance

Um eine medizinische Unterversorgung auf dem Land zu verhindern, wird Nordrhein-Westfalen (NRW) als erstes Bundesland den Numerus clausus für angehende Landärzte abschaffen. Durch die Einführung einer gesetzlichen „Landarztquote“ zähle bei der Studienplatzvergabe künftig nicht mehr allein die Abiturnote, erklärte NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) am 19. Februar nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss. Abiturienten sollen sich in NRW künftig für ein Studium der Allgemeinmedizin in einem gesonderten Verfahren ohne NC bewerben können. Voraussetzung ist die Verpflichtung, nach dem Studienabschluss mindestens zehn Jahre als Hausarzt in unterversorgten Regionen in NRW tätig zu werden. Bei Pflichtverletzung droht eine Vertragsstrafe in Höhe von 250 000 Euro. Zum Wintersemester 2019/2020 stehen laut Laumann 170 Studienplätze im Rahmen der Landarztquote an den NRW-Hochschulen zur Verfügung. Dies entspricht 7,6 Prozent aller Studienplätze in der Humanmedizin. Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig. Zunächst wird die Abiturdurchschnittsnote mit 30 Prozent, der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) mit 30 Prozent und eine berufliche oder praktische Tätigkeit nach dem Schulbesuch mit 40 Prozent gewichtet. In der zweiten Stufe finden Auswahlgespräche durch das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) in Bochum statt. kna

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema