ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2019Patientensteuerung: Prämien für die Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung

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Patientensteuerung: Prämien für die Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung

Dtsch Arztebl 2019; 116(9): A-396 / B-324 / C-320

afp

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Hausärzte als erste Anlaufstelle: Ein Wahltarif soll den Anreiz für die Patienten darstellen. Foto: dpa
Hausärzte als erste Anlaufstelle: Ein Wahltarif soll den Anreiz für die Patienten darstellen. Foto: dpa

Die große Koalition will gesetzlich Versicherte belohnen, wenn sie bei Gesundheitsproblemen zuerst zum Hausarzt gehen. Bei einer entsprechenden Selbstverpflichtung sollen die Patienten einen Teil der dadurch bei den Kassen entstehenden Einsparungen ausbezahlt bekommen. Darauf einigten sich die Fachpolitiker der Koalition, wie eine Sprecherin der Unionsfraktion am Samstag bestätigte. Zuvor hatten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland darüber berichtet.

„Beim Wahltarif ‚Hausarztzentrierte Versorgung‘ werden die Kassen verpflichtet, mindestens 50 Prozent der Effizienzgewinne aus diesem Tarif an die Versicherten weiterzugeben“, sofern es diese Gewinne gebe, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag (CDU). „Ich freue mich, dass wir mit einem Anreizsystem für Patienten auch dem Wunsch der Ärzteschaft nach besserer Steuerung in der Versorgung nachkommen können.“

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Die Neuregelung soll per Änderungsantrag in das Terminservice- und Versorgungsgesetz des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums eingebracht werden. Aus der SPD-Fraktion hieß es, die Sozialdemokraten hätten eine solche Regelung bereits seit Längerem treffen wollen. Bereits jetzt bieten gesetzliche Krankenkassen Hausarzttarife an. Dabei profitieren die Patienten zum Beispiel von besonderen Sprechstundenzeiten oder verkürzten Wartezeiten beim Hausarzt, wenn sie diesen in der Regel zuerst aufsuchen. Zum Facharzt geht es nur per Überweisung vom Hausarzt. Ausnahmen gelten beispielsweise für Besuche beim Gynäkologen. Ziel der Hausarzttarife ist es, unnötige Arztbesuche zu vermeiden. afp

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