ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2019Eberhard Willich: Pionier der Kinderradiologie

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Eberhard Willich: Pionier der Kinderradiologie

Oppermann, Hans-Conrad; Benz-Bohm, Gabriele

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Eberhard Willich, Foto: privat
Eberhard Willich, Foto: privat

Prof. Dr. med. Eberhard Willich, namhafter Kinderradiologe im deutschsprachigen Raum, ist am 19. Februar 100 Jahre alt geworden. Nachdem er 1943 in Berlin sein Medizinstudium abgeschlossen und im selben Jahr an der Universität Tübingen promoviert hatte, setzte er nach Kriegseinsatz und Gefangenschaft 1949 in Bremen die Weiterbildung in Pädiatrie und Radiologie fort.

Entscheidender Mentor für ihn war Prof. Dr. med. Lutz Schall, Direktor der Städtischen Kinderklinik Bremen, für die er eine Röntgenabteilung einrichtete. 1969 übernahm Willich die Leitung der Röntgenabteilung der Universitätskinderklinik Heidelberg und habilitierte sich. Seit 1984 ist Willich emeritiert.

Seinen beharrlichen Bemühungen als erster Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (1972–1982) ist es zu verdanken, dass die Kinderradiologie als Spezialität der Röntgendiagnostik anerkannt ist. Sein wissenschaftliches Werk umfasst mehr als 300 Publikationen, Monografien, Lehrbuch- und Handbuchartikel sowie drei Lehrbücher. Willich ist Ehrenmitglied der European Society of Pediatric Radiology, der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie sowie der deutschen, polnischen und ungarischen Röntgengesellschaft. Er gilt als ein begnadeter Lehrer, der mit wohlwollender Strenge, mit hintergründigem Humor, Disziplin und Bescheidenheit agiert. Diagnostische Genauigkeit und Verantwortung sind ihm besonders wichtig. Neben der Kinderradiologie gilt seine Leidenschaft der Musik. Hans-Conrad Oppermann,

Gabriele Benz-Bohm

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