ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2019Kinofilm „Eingeimpft“: Desinformation
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In der kritischen Berichterstattung Ihrer Zeitschrift über den Kinofilm „Eingeimpft“ wurde die Behauptung aufgestellt: „Mitunter reicht daher eine einzige Portion Fisch aus, die wöchentliche Dosis zu erreichen (1)“. Gemeint ist die von der EU empfohlene maximale wöchentliche orale Aufnahmemenge von Aluminium in mg pro kg Körpergewicht.

Damit wird unmissverständlich der Eindruck erweckt, dass bereits eine normale Fischmahlzeit so sehr aluminiumbelastet sei, dass das Einhalten des Grenzwertes gar nicht möglich sei. Wie die Überprüfung des Literaturhinweises im Internet ergab, bezieht sich die Aluminiumbelastung aber nur auf diejenigen Fischmahlzeiten, die in Aluminiumfolie zubereitet wurden, da dabei größere Mengen Aluminium in den Fisch übergehen. Was nichts anderes bedeutet, als dass jede beliebige Mahlzeit zu einer Aluminiumbelastung wird, wenn man zusätzlich Aluminium hinzufügt.

Diese Studie war auch einer der Gründe dafür, dass das Bundesamt für Risikobewertung seit 2017 vor der Anwendung von Aluminiumschalen beim Kochen und Grillen warnt (2).

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Literatur beim Verfasser

Dr. med. Erik Sievert, 53119 Bonn

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