ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1999EU-Parlament dringt auf Kennzeichnung von „Novel Food“

POLITIK: Nachrichten - Ausland

EU-Parlament dringt auf Kennzeichnung von „Novel Food“

Dtsch Arztebl 1999; 96(51-52): A-3284 / B-2761 / C-2448

afp; Korzilius, Heike

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LNSLNS STRASSBURG. Das Europaparlament hat erneut die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln gefordert. Das bisherige Vorgehen der EU-Kommission sei "Stückwerk", kritisierten die Parlamentarier in einer Entschließung. Eine Kennzeichnung müsse sowohl für Futtermittel vorgeschrieben werden, die gentechnisch veränderte Bestandteile enthielten, als auch für Erzeugnisse von Tieren, die mit solchem Futter ernährt wurden.
Das Parlament nahm Stellung zu einem Vorschlag der EU-Kommission für die Kennzeichnung von gentechnisch verändertem Soja und Mais. Danach sollen diese Produkte gekennzeichnet werden, wenn der Anteil gentechnisch veränderter Organismen mindestens ein Prozent beträgt. Das Parlament billigte dies, forderte aber, den Schwellenwert innerhalb von zwölf Monaten zu überprüfen.
Die EU hatte bereits 1997 eine Richtlinie verabschiedet, die eine Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln vorschreibt. Sie wurde jedoch in den einzelnen Mitgliedstaaten bislang nicht umgesetzt, weil Brüssel noch keine Ausführungsbestimmungen erlassen hat.
Unterdessen haben Landwirte in den USA Sammelklage gegen den Agrochemiekonzern Monsanto eingereicht. Sie fordern das Ende von Preisabsprachen, Knebelverträgen und des fahrlässigen Umgangs mit Gesundheit und Umwelt, die sie dem Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut vorwerfen. afp/HK
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