ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2019Kinderschutz: S3-Leitlinie zur Identifizierung von Misshandlungen

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Kinderschutz: S3-Leitlinie zur Identifizierung von Misshandlungen

Hillienhof, Arne

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Ziel der Leitlinie ist es unter anderem, Anzeichen von Kindesmisshandlungen zu erkennen und die Diagnostik zu verbessern. Foto: picture alliance
Ziel der Leitlinie ist es unter anderem, Anzeichen von Kindesmisshandlungen zu erkennen und die Diagnostik zu verbessern. Foto: picture alliance

Wissenschaftler am Universitätsklinikum Bonn haben gemeinsam mit Fachleuten aus den Bereichen der Jugendhilfe und Pädagogik Handlungsempfehlungen für den Kinderschutz erarbeitet und in einer neuen medizinischen Leitlinie auf S3-Niveau zusammengefasst.

„Wir müssen früher erkennen und schneller helfen, wenn Kinder in Not sind. Oft fallen gerade in der Arztpraxis erste Anzeichen von Misshandlung, Missbrauch oder Vernachlässigung auf“, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Veröffentlichung der Leitlinie. Diese Leitlinie biete Ärztinnen und Ärzten eine wichtige Unterstützung. Das Bundesgesundheitsministerium hatte die Arbeit an der Leitlinie finanziell gefördert.

Die Leitlinie verfolgt laut den Autorinnen und Autoren im Wesentlichen drei Ziele: Sie soll die Sicherheit im Wahrnehmen, Erkennen und im Umgang mit den unterschiedlichen Formen von Kindesmisshandlungen erhöhen, die Diagnostik verbessern und Hilfen für den Umgang mit anderen Professionen bieten, insbesondere mit Mitarbeitern aus den Bereichen Jugendhilfe und der Pädagogik.

Die S3-Leitlinie ist auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlich Medizinischer Fachgesellschaften verfügbar. hil

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