ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/201920 Jahre Psychotherapeutengesetz: Initialzündung für die Integration

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20 Jahre Psychotherapeutengesetz: Initialzündung für die Integration

PP 18, Ausgabe März 2019, Seite 101

Bühring, Petra

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Das PsychThG von 1999 war die Initialzündung für die Integration der Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) in das deutsche Gesundheitssystem. „Das war ein sehr wichtiger Schritt und ist für uns ein Grund zu feiern“, sagte der Präsident der BPtK, Dr. rer. nat. Dietrich Munz, in seiner Ansprache. Das PsychThG sei die Voraussetzung dafür gewesen, dass PP und KJP akademische Heilberufe wurden und Kammern gründen konnten. „Es war die Voraussetzung für uns mitzumischen in der Selbstverwaltung und in anderen politischen Gremien.“ Bereits damals habe es lange Debatten gegeben, ob und wie vor allem die Integration in die vertragsärztliche Versorgung gelingen könnte, betonte Munz.

„Dass ein Gesetz mit einem Festakt gefeiert wird, gibt es nicht so oft“, betonte Sabine Weiss (CDU), parlamentarische Staatssekretärin beim Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter, die Jens Spahn mit ihrer Ansprache vertrat. „Ich hätte Horst Seehofer als damals zuständigen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter mitbringen sollen“, betonte sie. Vieles könne man sich heute gar nicht mehr vorstellen, hob Weiss hervor: Es habe keine direkten Abrechnungsmöglichkeiten zwischen PP/KJP und Krankenkassen gegeben, Patienten durften nur auf Anweisung eines Arztes behandelt werden, die Selbstverwaltung arbeitete ohne Mitsprache der Psychotherapeuten. „Deshalb freuen wir uns über das Gesetz, das auch deshalb zustande kam, weil sich Vertreter ihres Berufsstandes beharrlich dafür einsetzten“, sagte Weiss. PB

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