ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2019Schwangerschaftsabbrüche: Zugang zu Informationen wird erleichtert

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Schwangerschaftsabbrüche: Zugang zu Informationen wird erleichtert

PP 18, Ausgabe März 2019, Seite 102

dpa

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Ärzte dürfen jetzt im Internet angeben, ob sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Foto: Peter Atkins/stock.adobe.com
Ärzte dürfen jetzt im Internet angeben, ob sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Foto: Peter Atkins/stock.adobe.com

Schwangere können künftig einfacher als bisher Ärzte für eine Abtreibung finden. Der Bundestag hat am Donnerstag dazu die umstrittene Reform von § 219 a des Strafgesetzbuches beschlossen. Demnach dürfen Ärzte künftig – etwa im Internet – angeben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Für weitere Informationen müssen sie allerdings auch künftig auf offizielle Stellen verweisen. Sie dürfen auch nicht selbst veröffentlichen, mit welcher Methode sie abtreiben. Scharfe Kritik kam von der Opposition. Die Grünen-Abgeordnete Katja Keul warf Union und SPD „unnötige Diskriminierung von Ärzten“ vor. Sie würden eingeschüchtert und davon abgehalten, Abbrüche vorzunehmen. Union und SPD verteidigten den mühsam erstrittenen Kompromiss. Eine komplette Abschaffung des § 219 a wäre zwar besser gewesen, die Reform aber bringe auch schon einen riesigen Fortschritt für die Frauen, sagte die ehemalige Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD). dpa

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