ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2019Josef Rattner: Anregung zum Denken und Forschen

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Josef Rattner: Anregung zum Denken und Forschen

PP 18, Ausgabe März 2019, Seite 133

Mackenthun, Gerald

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Der Berliner Psychotherapeut Josef Rattner hat über drei Jahrzehnte hinweg in seiner Zeitschrift „miteinander leben lernen“ Aufsätze über nahezu alle Gebiete der Tiefenpsychologie und Psychotherapie publiziert. Es war sein Anliegen, seine Leser über diese Bereiche des modernen Denkens zu informieren. Tatsächlich hat der Autor nichts ausgespart, was dem Unterricht von Ausbildungskandidaten der Psychotherapie nützlich sein könnte; aber auch erfahrene Praktiker dieses Faches werden aus den Texten ihren Nutzen ziehen. Rattners Standpunkt ist die philosophische Weiterentwicklung der Adlerschen und Freudschen Tiefenpsychologie samt der Neo-Psychoanalyse zu einer personalen, kulturorientierten Lehre.

Hier liegen nun drei Bände dieser gesammelten Essays vor. Man ist überrascht, welche Vielfalt von Themen und Problemen der Autor im Laufe der Zeit erörtert und auch analysiert hat. Man findet Texte über: Die menschlichen Gefühle; Was ist Liebe? Was ist Ehe? Humanismus heute; Der erwachsene Mensch; Was ist Sexualität? Diktatoren; Theorie des Humors und der Person-Entwicklung und andere. Man sieht, der Autor will umfassend instruieren. Das ist ihm gut gelungen. Auch wenn der Leser nicht in allen Punkten mit ihm übereinstimmt: zum Denken und Forschen wird er überall angeregt. Der Stil des Verfassers ist eindrücklich und äußerst klar. Er wird nirgendwo von nebulöser Formulierung angezogen, sondern gibt seine Meinung eindeutig kund. Eine Nähe zum Aufklärungsdenken überhaupt ist durchaus zu spüren. Das schadet aber dem gesamten Unternehmen keineswegs. Gerald Mackenthun

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Josef Rattner: Aufsätze aus drei Jahrzehnten über personale Psychologie, Therapie und Kulturanalyse, Bd. I–III. Verlag für Tiefenpsychologie, Berlin 2018, je circa 190–240 Seiten, gebunden, circa 27,00 Euro.

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