ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Björn Schumacher: Das Geheimnis des Alterns

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Björn Schumacher: Das Geheimnis des Alterns

Dtsch Arztebl 2019; 116(10): A-489 / B-397 / C-393

Kahl, Kristin

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Björn Schumacher, Foto: Uniklinik Köln
Björn Schumacher, Foto: Uniklinik Köln

Am 26. Februar nahm Prof. Dr. rer. nat. Björn Schumacher (44) den Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2019 entgegen. Damit wurde er für seine Forschung zum Cock-ayne Syndrom (CS) und der Xeroderma pigmentosum (XP) gewürdigt. „Seltene Erkrankungen gewähren uns Einblicke in das Geheimnis des menschlichen Alterns“, sagt Schumacher. Im Rahmen seiner Forschung haben er und sein Team unter anderem ein Fadenwurmmodell entwickelt, mit dessen Hilfe die Auswirkungen des Gendefekts bei CS in vivo untersucht werden können. Der Fadenwurm trägt die gleiche Mutation, die bei Menschen das Cockayne Syndrom bedingt. Es zeigte sich, dass die Schäden in der Erbsubstanz das Ablesen von Genen beeinflussen, die Zelle in der Folge ihre Aktivität einstellt und stirbt und der Körper sich nicht entwickeln kann. „Anhand unseres Fadenwurm-Modells konnten wir zeigen, dass diese Schadensantwortmechanismen über bestimmte Signalwege laufen, die beispielsweise von insulinähnlichen Wachstumsfaktoren gesteuert werden. Sie sind von zentraler Bedeutung für das Altern“, so Schumacher. Künftig will er sich damit beschäftigen, wie sich therapeutisch auf die Signalkette einwirken lässt.

Schumacher absolvierte als DAAD-Stipendiat im Rahmen seines Biologiestudiums den Master in Biological Sciences an der Stony Brook University in New York. Nach seiner Promotion 2004 forschte er mehrere Jahre am Erasmus Medical Center in Rotterdam. 2009 nahm er am Exzellenzcluster der Universität zu Köln seine Tätigkeit als unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter auf. Kristin Kahl

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