ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Finanzen: Pflegeversicherung mit einem Defizit von 3,5 Milliarden Euro

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Finanzen: Pflegeversicherung mit einem Defizit von 3,5 Milliarden Euro

Dtsch Arztebl 2019; 116(10): A-450 / B-370 / C-366

KNA

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Fünf Millionen Menschen werden einer Studie zufolge bis 2045 pflegebedürftig sein. Foto: Thomas Weißenfels/stock.adobe.com
Fünf Millionen Menschen werden einer Studie zufolge bis 2045 pflegebedürftig sein. Foto: Thomas Weißenfels/stock.adobe.com

Die Pflegeversicherung hat 2018 mit einem Defizit von rund 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Zugleich schrumpfte die Finanzreserve auf etwa 3,37 Milliarden Euro, was 1,02 Monatsausgaben entspricht. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion. Ende 2017 hatte die Pflegeversicherung den Angaben zufolge noch eine Rücklage von rund 6,9 Milliarden Euro.

Bereits Mitte Januar hatte eine Studie der Bertelsmann Stiftung prognostiziert, dass die Versicherung in den kommenden Jahren deutlich teurer werden wird. Zwischen 2025 und 2045 werde der Beitrag auf 4,25 Prozent steigen müssen. Die Studie geht davon aus, dass bis 2045 fünf Millionen Menschen Pflege benötigen.

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Schon seit Januar müssen die gesetzlich Versicherten für die Versicherung tiefer in die Tasche greifen. Zum neuen Jahr wurde der Beitragssatz um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens angehoben. Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium geht davon aus, dass bis 2022 keine weitere Erhöhung des Beitragssatzes erforderlich ist. kna

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