ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Jürgen May: Zielgenaue Behandlungen erforscht

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Jürgen May: Zielgenaue Behandlungen erforscht

Dtsch Arztebl 2019; 116(10): A-489 / B-397 / C-393

Spielberg, Petra

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Jürgen May, Foto: BNITM
Jürgen May, Foto: BNITM

Prof. Dr. med. Jürgen May vom Bernard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) hat für seine Forschungen zu schwer verlaufenden Infektionserkrankungen bei Kindern in Subsahara-Afrika den diesjährigen Memento Forschungspreis für vernachlässigte Krankheiten erhalten. „In Afrika ist es ein großes Problem, dass die Diagnostik oft nicht ausreicht, um zielgenau zu behandeln“, so May. Häufig würden Kinder, die mit hohem Fieber in die Klinik kämen, zunächst einmal gegen Malaria behandelt. Doch das erweise sich oft als Irrtum. Die Patienten litten vielmehr an verschiedenen Krankheiten. „Diese Koinfektionen, die von Parasiten, Bakterien oder Viren ausgelöst werden und oft zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten gehören, verschlimmern den Verlauf der Krankheit“, sagt der Tropenmediziner. Mays Engagement zielt darauf ab, für arme Regionen eine passende Diagnostik zu entwickeln, Personal auszubilden und wissenschaftlich zu untersuchen, welche Infektionskrankheiten vorkommen und wie man sie am besten behandelt.

Der 53-Jährige leitet seit 2017 als Professor für Epidemiologie der Tropenkrankheiten die Abteilung Infektionsepidemiologie am BNITM. Er studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg, Wien und Hamburg. May war unter anderem am Institut für Tropenmedizin in Berlin und am Tropeninstitut der Universität Tübingen tätig. 2009 folgte er dem Ruf als außerordentlicher Professor an die Universität Hamburg. Im Rahmen von Forschungsaufenthalten war er in Nigeria und Ghana tätig. Petra Spielberg

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