ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Ambulante Versorgung: In fünf Jahren gibt es mehr Ärztinnen als Ärzte

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Ambulante Versorgung: In fünf Jahren gibt es mehr Ärztinnen als Ärzte

Dtsch Arztebl 2019; 116(10): A-452

Gießelmann, Kathrin; EB

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Die Reputation ambulant tätiger Ärztinnen bleibt hinter der der männlichen Kollegen zurück. Foto: nd3000/stock.adobe.com
Die Reputation ambulant tätiger Ärztinnen bleibt hinter der der männlichen Kollegen zurück. Foto: nd3000/stock.adobe.com

In fünf Jahren werden mehr Frauen als Männer in der ambulanten ärztlichen Versorgung tätig sein. Die Reputation ambulant tätiger Ärztinnen bleibt jedoch sowohl unter Patienten als auch unter Fachkollegen schlechter als das Ansehen der männlichen Kollegen. Das geht aus einer Studie hervor, die die Stiftung Gesundheit jährlich seit 2005 mit dem Fokus auf niedergelassene Ärzte durchführt.

„Bei den angestellten Ärzten und Zahnärzten haben die Frauen zahlenmäßig schon jetzt mit den Männern gleichgezogen“, beschreibt Studienleiter Konrad Obermann die Situation. Bei den Praxisinhabern dagegen dominierten – noch – die männlichen Kollegen, die etwa 60 Prozent der niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte stellten.

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54 Prozent Männer und 46 Prozent Frauen sind aktuell bundesweit in der ambulanten Patientenversorgung tätig. In fünf Jahren werden die Frauen mit einem Anteil von 51 Prozent hier die Mehrheit stellen. Eine Auswertung der Arzt-Auskunft ergab: Sowohl Patienten als auch Fachkollegen bewerten die Leistungen von Frauen in der Medizin im Schnitt schlechter als die von Männern.

So war der Anteil der Ärzte, die eine „positiv ausgezeichnete“ Patientenzufriedenheit aufweisen, größer als der Anteil der Ärztinnen, die eine solche Auszeichnung erhielten. gie/EB

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