ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Schwangerschaftsabbruch: Aufarbeitung überfällig
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Die Meldung ist einerseits eine Nachrichtenwiedergabe, erhält aber durch die Zitierung von Frau Mattheis eine tendenzielle Gewichtung. Nur in welche Richtung ist unklar und wohl vom Standpunkt des Lesers abhängig. 

Aus frauenärztlicher Sicht mit 20-jähriger Erfahrung in der Niederlassung möchte ich Frau Mattheis allerdings ergänzen: „Und die Erde ist eine Scheibe, basta“. In Berlin-Kreuzberg jedenfalls habe ich mehr Fälle erlebt, die sich von diesem Eingriff traumatisiert und/oder fremdbestimmt fühlten, weil Partner, Familie etc. sie dazu gedrängt hatten, als Frauen, die eine Abruptio rückblickend erleichternd und/oder befreiend fanden. Besonders, wenn nach einer Abruptio eine spätere Schwangerschaft nicht wie gewünscht eintrat, auch wenn dies medizinisch keine offensichtliche Kausalität implizierte.

Die Ignoranz dieser Problematik ist ideologisch motiviert, nicht deren überfällige Aufarbeitung!

Dr. med. Johannes Decker, 10969 Berlin-Kreuzberg

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