ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Masern: Unicef warnt vor starkem Anstieg von Neuinfektionen

AKTUELL

Masern: Unicef warnt vor starkem Anstieg von Neuinfektionen

Dtsch Arztebl 2019; 116(10): A-454 / B-372 / C-368

KNA; afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Weltweit hätten 98 Länder 2018 mehr Fälle von Masern registriert als im Vorjahr. Foto: picture alliance
Weltweit hätten 98 Länder 2018 mehr Fälle von Masern registriert als im Vorjahr. Foto: picture alliance

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef warnt vor einer Zunahme von Masernfällen und einer damit einhergehenden Bedrohung besonders für Kinder. Weltweit hätten 98 Länder 2018 mehr Fälle von Masern registriert als im Vorjahr, heißt es in einem in New York veröffentlichten Bericht. Dadurch würden in der Vergangenheit erzielte Fortschritte gegen diese tödliche Krankheit zunichte gemacht.

Laut Unicef waren zehn Länder für rund drei Viertel des gesamten Masernanstiegs 2018 verantwortlich. Mit einer Zunahme von rund 30 Prozent sei der Anstieg in der Ukraine am höchsten gewesen. Dort erkrankten den Angaben zufolge im abgelaufenen Jahr 35 120 Menschen an Masern. Nach ukrainischen Regierungsangaben steckten sich allein seit Jahresbeginn 24 042 weitere Personen an.

Anzeige

„Das ist ein Weckruf. Wir haben einen sicheren, wirksamen und kostengünstigen Impfstoff gegen eine hochansteckende Krankheit – einen Impfstoff, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten jedes Jahr fast eine Million Menschenleben gerettet hat“, sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Die schweren Masernausbrüche 2018 seien auf Versäumnisse in der Vergangenheit zurückzuführen.

Während in einigen Ländern bewaffnete Konflikte für die Zunahme der Masernfälle verantwortlich sind, wird die Entwicklung in vielen anderen Staaten durch eine Anti-Impf-Bewegung vorangetrieben. Deren Anhänger verbreiten in Onlinenetzwerken die medizinisch unhaltbare Behauptung, es gebe einen Zusammenhang zwischen Masernimpfungen und Autismus. kna, afp

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema