ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Ambulante Versorgung: Selbstständige arbeiten deutlich mehr als Angestellte

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Ambulante Versorgung: Selbstständige arbeiten deutlich mehr als Angestellte

Dtsch Arztebl 2019; 116(10): A-450 / B-370 / C-366

Hillienhof, Arne

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Mit der Zunahme an angestellten Ärzten geht die durchschnittliche Arbeitszeit je Arzt und die Zeit für Patienten zurück. Foto: Robert Kneschke/stock.adobe.com
Mit der Zunahme an angestellten Ärzten geht die durchschnittliche Arbeitszeit je Arzt und die Zeit für Patienten zurück. Foto: Robert Kneschke/stock.adobe.com

Angestellte Ärzte in Praxen arbeiten durchschnittlich rund 23 Stunden in der Woche – ohne die Zeiten für Praxismanagement und Fortbildungen. Dies entspricht etwas weniger als der Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit von selbstständigen Ärzten. Letztere lag im Jahr 2017 bei durchschnittlich 49 Wochenstunden.

Das geht aus dem jüngsten Bericht 2016 des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi) im Rahmen des sogenannten Zi-Praxis-Panels hervor. Basis sind die Daten von 5 762 Praxisinhabern und 613 angestellten Ärztinnen und Ärzten.

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Mit der stetigen Zunahme angestellter Ärzte in der ambulanten Versorgung gehe die durchschnittliche Arbeitszeit je Arzt und die Zeit für Patienten zurück, hieß es aus dem Zi. Das Institut verwies auf die „Arztzeituhr“, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am 23. Januar 2019 vorgestellt hat. Demnach geht der Versorgung alle vier Stunden ein Arzt „verloren“.

Dieser Verlust entstehe, weil immer mehr Ärzte in Anstellung arbeiteten, viele sich eine stärkere Vereinbarkeit von Arztberuf und Familie wünschten und es daher auch im niedergelassenen Bereich viele Teilzeitarbeitsmodelle gebe, erläuterte Dr. med. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender der KBV, bei der Vorstellung der Arztzeituhr. „Die angestellten Ärzte leisten eine medizinisch hervorragende Arbeit, aber ihr zeitliches Wirken ist logischerweise durch Arbeitsverträge auf maximal 40 Stunden begrenzt“, ergänzte Dr. med. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV. hil

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