ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2019Randnotiz: Unattraktive Streifen
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Sobald das Thermometer zehn Grad Celsius überschritten hat und es dazu auch noch Hochwasser gibt, kann die Plage beginnen: Die Larven der Mücken schlüpfen. Schon im Januar warnten die Stechmückenbekämpfer der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage vor den lästigen Insekten, da die großen Schneemengen für Hochwasser sorgen könnten. Schlimmstenfalls könnte schon im März das große Krabbeln losgehen, begleitet von nervtötendem Surren und unkontrolliertem Jucken trotz Mückensprays. Für Hoffnung sorgte die Schlagzeile: „Zebrabemalung schützt auch Menschen vor Stichen“. Einer Studie im Fachmagazin Royal Society Open Science berichtete Anfang des Jahres, dass hell-dunkel gestreifte Haut nicht nur Zebras, sondern auch Menschen vor Insektenstichen bewahren könne. Ungarische Forscher von der Eötvös-Loránd-Universität hatten drei lebensgroße Plastikpuppen mit Streifen überzogen und Pferdebremsen ausgesetzt. Das gestreifte Modell wurde von etwa zehnmal weniger Bremsen befallen als das dunkelbraune und halb so vielen wie das beige Puppenmodell. Einen Haken hat die Sache jedoch. Im Gegensatz zu Bremsen und Tsetsefliegen orientieren sich Stechmücken überwiegend mit dem Geruchssinn und kaum mit den Augen, erklärt Andreas Krüger, Experte für Insektenkunde beim Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg. Wer es dennoch mit den Streifen probieren möchte begeht zumindest modisch keinen Fehler. Laut InStyle sind neben Polka Dots und Karos auch Streifen 2019 nicht nur solo der absolute Hit, sondern auch im Mustermix.

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