ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2019Medizinisches Cannabis: Zahl der Verordnungen bundesweit gestiegen

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Medizinisches Cannabis: Zahl der Verordnungen bundesweit gestiegen

Dtsch Arztebl 2019; 116(11): A-500 / B-408 / C-404

dpa

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Medizinisches Cannabis kann von Ärzten seit März 2017 für schwer kranke Patienten verschrieben werden. Foto: picture alliance
Medizinisches Cannabis kann von Ärzten seit März 2017 für schwer kranke Patienten verschrieben werden. Foto: picture alliance

Zwei Jahre nach der Liberalisierung von medizinischem Cannabis in Deutschland ist die Nachfrage deutlich gestiegen. 2018 gaben Apotheken rund 145 000 Einheiten cannabishaltiger Zubereitungen und unverarbeiteter Blüten auf Basis von etwa 95 000 Rezepten zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung ab. Das sind mehr als dreimal so viele wie in den ersten knapp zehn Monaten nach der Freigabe von März 2017 bis Ende 2017. Damals wurden 27 000 Rezepte und 44 000 Einheiten registriert. Das zeigen Zahlen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Daten legten nahe, dass deutlich mehr Patienten mit medizinischem Cannabis versorgt würden als vor zwei Jahren, sagte Andreas Kiefer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts und Präsident der Bundesapothekerkammer. „Aber wir wissen nicht, ob inzwischen alle Patienten, die von medizinischem Cannabis profitieren könnten, Zugang dazu haben.“ Die Apotheken gaben den Angaben zufolge zusätzlich mehr als 53 000 Packungen Fertigarzneien mit Cannabisstoffen ab, ein Drittel mehr als 2017 (39 500). Daten darüber, wie vielen Patienten Cannabis verordnet wird, gibt es laut Kiefer nicht. dpa

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