ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2019Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Rücklagen belaufen sich auf 21 Milliarden Euro

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Rücklagen belaufen sich auf 21 Milliarden Euro

Dtsch Arztebl 2019; 116(11): A-501 / B-409 / C-405

dpa; afp

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Die Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen etwas kleineren Überschuss erzielt, aber weiterhin enorme Finanzpolster. Unter dem Strich stand 2018 ein Plus von zwei Milliarden Euro, wie das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium in Berlin mitteilte. 2017 war ein Überschuss von drei Milliarden Euro verbucht worden. Die Rücklagen der Kassen betrugen damit Ende Dezember 2018 rund 21 Milliarden Euro. Dies entsprach demnach mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) mahnte die Kassen, das Geld für Qualitätsverbesserungen zu nutzen. „Beitragsgelder sind keine Sparanlagen, sondern sie sind dafür da, die Versorgung besser zu machen“, erklärte er. Auch müssten Kassen mit besonders hohen Reserven ihre Rücklagen ab 2020 innerhalb von drei Jahren unter die gesetzliche Obergrenze von einer Monatsausgabe absenken, forderte der Minister. „Dann haben die Beitragszahler auch etwas von der guten Finanzlage.“ Den Angaben des Ministeriums zufolge standen bei den Kassen 2018 Einnahmen von 241,4 Milliarden Euro Ausgaben von 239,4 Milliarden Euro gegenüber. Die Einnahmen stiegen demnach im Jahresvergleich um 3,3 Prozent. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten erhöhten sich um 3,9 Prozent. Bei den Ausgaben schlugen die Heilmittel mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs um 11,5 Prozent zu Buche. Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen stiegen um 3,1 Prozent, ebenso wie auch die Ausgaben für Arzneimittelausgaben und für die vertragsärztliche Vergütung. dpa/afp

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