ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2019Pay for Performance: Nicht nachahmenswert
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... Vor dem Hintergrund, dass der Commonwealth Fund in seiner „Mirror, Mirror 2017“-Studie belegt hat, wie dramatisch schlecht die USA im Vergleich zu anderen Industrieländern (u. a. Deutschland) in Bezug auf Kosten und Performance abschneiden, ist es natürlich verständlich, dort nach Wegen zu suchen (u. a. P4P), um dieses Dilemma in den Griff zu bekommen. Aber müssen wir in Deutschland uns dies zum Vorbild nehmen?

In der Theorie mag es funktionieren, Ärzte zu bezahlen, um eine bessere Qualität zu erreichen. In der Praxis tut es dies aber nicht. So haben Mendelson und Bonfrer erst kürzlich festgestellt, dass P4P-Programme die Qualität der Versorgung nicht verbessern können. Dorn verweist zusammenfassend in einem Kommentar auf zwei Wharton-Buisness-School-Professoren hin, die schlussfolgern, dass „the transformation from ‚volume to value‘ in health care at this point appears to be driven more by ideology and aspiration than by evidence. To date, [alternative payment models] show limited improvements in quality and even more limited reductions in costs“.

Mittlerweile ist man in den USA bei der „unvermeidlichen“ Forderung angelangt, aufgrund der Gesundheitskosten über Rationierungen nachzudenken. Wir sind der Meinung: Schlechten Beispielen sollte man nicht folgen.

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Literatur bei den Verfassern

Prof. Dr. Dr. med. Ernst Hanisch, 63110 Rodgau,
Dr. med. Thomas F. Weigel, Wiesbaden

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