ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2019Grippeimpfung: Kampagne überzeugt Klinikmitarbeitende

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Grippeimpfung: Kampagne überzeugt Klinikmitarbeitende

Dtsch Arztebl 2019; 116(12): A-588 / B-484 / C-476

Hillienhof, Arne

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Schutzimpfung gegen Grippe: Mit seiner Kampagne erreichte das UKS eine dreimal höhere Impfrate unter den Mitarbeitenden als in der Saison davor. Foto: kuarmungadd/stock.adobe.com
Schutzimpfung gegen Grippe: Mit seiner Kampagne erreichte das UKS eine dreimal höhere Impfrate unter den Mitarbeitenden als in der Saison davor. Foto: kuarmungadd/stock.adobe.com

Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) konnte mit einer Informationskampagne die Zahl der gegen Grippe geimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber der Influenzasaison 2017/2018 verdreifachen.

„Die schwere Grippewelle im Frühjahr 2018 war für alle Krankenhäuser deutschlandweit eine sehr große Herausforderung“, erklärt der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKS, Prof. Dr. med. Wolfgang Reith. Neben den an Influenza erkrankten Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern traf die Viruserkrankung vor allem die Belegschaft. „Auch bei uns fielen in dieser Zeit zahlreiche Mitarbeiter krankheitsbedingt aus, die verbliebenen Kollegen mussten die Auswirkungen der Grippewelle kompensieren“, erläutert Reith. Aus diesen Erfahrungen heraus initiierte Reiths Amtsvorgänger Prof. Dr. med. Bernhard Schick noch im späten Frühjahr 2018 eine Werbekampagne für die betriebliche Grippeschutzimpfung. „Wir verzeichnen in jeder Impfsaison einen guten Zuspruch. Denn die Impfung ist ein probates Mittel, um sich gegen die Influenza zu wappnen und bei uns geht diese Schutzimpfung schnell und ohne großen Aufwand“, erklärt die leitende Betriebsärztin Christina Baum. Die Zahl der intern gegen Grippe Geimpften lag im Vorjahr im UKS bei rund 500 Beschäftigten. Das entspreche den Werten anderer Universitätsklinika. Nach den Erfahrungen 2017/2018 wollte die Klinik die Impfquote jedoch erhöhen. 

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Es entstand eine Kampagne, die vor allem durch ein Kampagnenmaskottchen „VRED“ die Mitarbeitenden direkt ansprach, einem Fell tragenden, blauen abstrahierten Grippevirus mit großen Augen und spitzen Zähnen. VRED tauchte zunächst ohne Vorankündigung und ohne Zusammenhang auf Plakaten im ganzen Gelände auf. Die Mitarbeitenden rätselten über den Hintergrund und fragten sich, wofür die Figur stehen könnte. Kurz darauf folgte die Auflösung und VRED wurde genutzt, um die Botschaft zu verbreiten: Die Influenza wird wieder kommen und mit der Grippeschutzimpfung kann man sich vor einer Erkrankung gut schützen. Ein weiterer wichtiger Punkt waren laut der Klinik Kollegen, die sich als Kampagnenbotschafter bereitgestellt hatten und dem Thema auf weiteren Plakaten und großen Werbewänden auch ein konkretes, menschliches Gesicht gaben.

Als letztes Highlight wurde unter dem Motto „Wer impft, gewinnt“ ein Gewinnspiel für alle Geimpften bekanntgegeben. Laut der Klinik konnten in dieser Impfsaison am UKS bislang mehr als 1 520 Beschäftigte gegen die Grippe geimpft werden. hil

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