ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2019Elektronische Patientenakte: Erhebliche Zweifel an IHE-Konformität

AKTUELL

Elektronische Patientenakte: Erhebliche Zweifel an IHE-Konformität

Krüger-Brand, Heike E.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Spezifikation der elektronischen Patientenakte (ePA), die die gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte kurz vor Jahresende 2018 vorgelegt hat, ist im Hinblick auf die geforderte Interoperabilität ungenügend. Diese Bewertung haben Experten von IHE Deutschland jetzt in einer öffentlichen Stellungnahme abgegeben. Die gematik wollte sich auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes nicht zu den Vorwürfen äußern. Nach Angaben der gematik beruht das Konzept der ePA nach § 291 a Sozialgesetzbuch V auf Integrationsprofilen beziehungsweise Spezifikationen der internationalen Organisation „Integration the Healthcare Enterprise“ (IHE). Die IHE-Experten hingegen konstatieren eine proprietäre Verwendung der IHE-Vorgaben. „Weder die ePA-Spezifikationen noch die Vorgehensweise bei deren Erstellung kann aus aktueller Sicht als IHE-konform bezeichnet werden“, heißt es in der öffentlichen Stellungnahme vom 7. März. Interoperabilität im Sinne der IHE sei nur unter konsequenter Einhaltung aller Vorgaben der IHE möglich. Die IHE-Organisation steht für einen internationalen hersteller- und anwenderübergreifenden Konsens zum Thema Interoperabilität. Sie sorgt auf internationaler und nationaler Ebene für transparente und nachvollziehbare Abstimmungsprozesse, die zu Interoperabilität unter den Anwendungen führen sollen und deren Ergebnisse allen interessierten Parteien offenstehen. KBr

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote