ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2019Tuberkulose: Risiko in Städten höher als auf dem Land

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Tuberkulose: Risiko in Städten höher als auf dem Land

Dtsch Arztebl 2019; 116(12): A-550 / B-454 / C-446

afp

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Mit Tuberkulosebakterien infizierten sich 2017 pro 100 000 Einwohnern im Schnitt 6,7 Menschen. Foto: mauritius images
Mit Tuberkulosebakterien infizierten sich 2017 pro 100 000 Einwohnern im Schnitt 6,7 Menschen. Foto: mauritius images

Das Risiko einer Erkrankung an Tuberkulose ist in Deutschlands Städten höher als auf dem Land. In Ballungsräumen sei die Gefahr, sich mit der Krankheit zu infizieren, 1,7-mal höher, teilte das Leibniz-Institut für Länderkunde kürzlich mit. Mit 418 Neuerkrankungen lag Berlin 2017 auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Hamburg (234), München (123), Köln (105) und Frankfurt am Main (99). Das höchste Risiko, sich mit Tuberkulose zu infizieren, haben Migranten und Asylsuchende. Die meisten der gemeldeten Neuerkrankungen in den vergangenen Jahren wurden bei Untersuchungen in Erstaufnahmeeinrichtungen festgestellt. Die Betroffenen infizierten sich allerdings oft bereits in ihrem Heimatland. Bei deutschen Staatsangehörigen erkranken am häufigsten Alkohol- oder Drogenabhängige und sozial benachteiligte sowie ältere Menschen. Dennoch ist Tuberkulose in Deutschland durch gestiegene Hygiene selten geworden und spielt als Todesursache kaum eine Rolle. afp

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