ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2019Arzneimittelrisiken: Schnelle Informationen per Newsletter

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Arzneimittelrisiken: Schnelle Informationen per Newsletter

Dtsch Arztebl 2019; 116(12): A-587 / B-482 / C-474

EB; Kahl, Kristin

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Eine schnelle und kompakte Informationsmöglichkeit über praxisrelevante Sicherheitsprobleme von Arzneimitteln bieten die Drug Safety Mails der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Sie funktionieren wie ein flexibles Warnsystem und informieren zeitnah über Rote-Hand-Briefe sowie andere aktuelle Erkenntnisse zur Arzneimittelsicherheit, beispielsweise Rückrufe von Arzneimitteln. Dazu beobachtet die AkdÄ Medien zur Arzneimittelsicherheit, filtert wichtige Informationen für den Newsletter heraus und versieht die Meldungen meist auch mit einem Link zur Originalquelle.

Das Feedback auf den Newsletter ist der AkdÄ zufolge sehr gut. Derzeit gebe es etwa 18 000 Abonnements, die Interessierten neueste Informationen in kompakter Form auf ihren Praxiscomputer schicken. Als beispielsweise im vorigen Jahr Blutdrucksenker mit dem Wirkstoff Valsartan zurückgerufen wurden, habe die AkdÄ sofort entsprechend informiert. Meldungen würden nur versandt, wenn es einen aktuellen Anlass gibt – im Schnitt einmal in der Woche.

Eine wichtige Grundlage für den Newsletter bilden die Rote-Hand-Briefe. Damit informieren pharmazeutische Unternehmen die Angehörigen der Heilberufe über neu erkannte Arzneimittelrisiken, die eine unmittelbare Änderung der Verschreibungspraxis notwendig machen. Die Kennzeichnung mit dem Symbol der „roten Hand“ geht auf eine Initiative des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie zurück und wurde 1969 eingeführt. Die Briefe werden in der Regel mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Durch die Drug Safety Mails erreichen die Rote-Hand-Briefe einen breiteren, fachübergreifenden Kreis von Medizinerinnen und Medizinern. Dagegen erfolgt die eigentliche Versendung der Briefe per Post zumeist nur an bestimmte Facharztgruppen.

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Ärztinnen und Ärzte können sich auf der Webseite der AkdÄ für die Drug Safety Mails anmelden. Der Service ist kostenfrei. EB/kk

www.akdae.de/Service/Newsletter/index.php

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