ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2019Elektronische Gesundheitskarte: Feldtest zu Medikamenten- und Notfalldaten startet

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Elektronische Gesundheitskarte: Feldtest zu Medikamenten- und Notfalldaten startet

Dtsch Arztebl 2019; 116(12): A-552

Hillienhof, Arne

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Medikationspläne und Notfalldaten sollen die ersten echten medizinischen Informationen auf der elektronischen Gesundheitskarte sein. Foto: Volker Witt/stock.adobe.com
Medikationspläne und Notfalldaten sollen die ersten echten medizinischen Informationen auf der elektronischen Gesundheitskarte sein. Foto: Volker Witt/stock.adobe.com

Rund 700 000 Versicherte aus den Regionen Bielefeld, Bochum, Ahaus und Münster können ab dem dritten Quartal Informationen über eingenommene Medikamente und Notfalldaten auf ihrer Gesundheitskarte speichern lassen. Auf diesen Feldtest hat kürzlich die CompuGroup Medical (CGM) hingewiesen. Neben CGM und Lauer-Fischer werden weitere Unternehmen sowie 70 bis 75 niedergelassene Ärzte und 15 Apotheken an dem Feldtest teilnehmen. Außerdem soll mindestens ein Krankenhaus vertreten sein. Der Not­fall­daten­satz soll Informationen schneller verfügbar machen. Er kann etwa Daten zu Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten oder Implantaten enthalten. Zudem kann der Patient dort angeben, ob er einen Organspenderausweis oder eine Patientenverfügung hat und wo diese zu finden sind. Behandler können so schnell auf diese Daten zugreifen, sofern sie sich als berechtigt ausweisen. Auch der elektronische Medikationsplan soll die Patientensicherheit verbessern. Technisch basieren die beiden Dienste auf der Telematik-infrastruktur (TI), die zurzeit deutschlandweit eingeführt wird. Arzt- und Psychotherapeutenpraxen müssen bis zum 31. März 2019 die Technik für den Anschluss an die TI bestellt haben und dies ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen. Der Anschluss muss bis Ende Juni erfolgt sein. hil

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