ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2019Gesundheitsökonomie: Ärztliches Handeln ist gefragt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Den Nutzen einer großen Strukturreform sieht Herr Prof. Mansky als Gesundheitsökonom insbesondere in der Schließung kleinerer nicht spezialisierter Krankenhäuser in Ballungsregionen. Offenbar ist ihm die gesellschaftliche Realität zunehmend in Einzelhaushalten lebender Menschen unbekannt, die zwar keine Herzinfarkte erleiden, aber aufgrund insbesondere infektiologischer durchaus banalen Problematiken akut erkranken und ohne professionelle stationäre medizinische Hilfe nicht existenzfähig sind. Gerade jetzt sind die Stationen wieder überfüllt mit Menschen jeglichen Alters, die ohne Umfeldhilfe als Einzelstehende stark unterversorgt sind. Die fehlende gesellschaftliche Solidarität oder auch die selbst herbeigeführte Isolation wird da schnell zur Krankheitsfalle. In dieser Versorgungswirklichkeit ist ärztliches Handeln losgelöst von Zentrumsmedizin besonders gefragt. Absurdität ist etwas anderes.

Dr. med. Gunther Quinkler, 50931 Köln

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote