ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2019TSVG: Nicht über Tellerrand geschaut
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Minister Spahn plant eine Vermittlungsgebühr ..., wenn mit der Überweisung vom Haus- zum Facharzt auch gleich ein Termin vermittelt wird. Die Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin sind dem hausärztlichen Bereich zugeordnet, bei Überweisung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin entfällt die geplante Pauschale.

Wenn der Kinderarzt zum Hüftultraschall zum Orthopäden, wenn der Kinderarzt das asthmatische Kind zum Internistischen Pneumologen, wenn der Kinderarzt das neurodermitische Kind zum Hautarzt,

wenn der Kinderarzt mit der Frage nach Pollenallergie zum HNO-Arzt überweist und den Termin organisiert – immer dann wird die Vermittlungsgebühr bezahlt.

Anzeige

Werden diese Überweisungen aber zum benachbarten Kinderarzt um die Ecke ausgestellt, der dann den Hüftultraschall, der eine Bodyplethysmografie, der eine allergologische Diagnostik oder eine Hyposensibilisierung macht – dann wird diese Vermittlungsgebühr nicht bezahlt.

Sind spezialisierte Kinder- und Jugendärzte geringer qualifiziert als ihre fachärztlichen Kollegen? Hat Minister Spahn nicht über den Tellerrand schauen können?

Interessenkonflikt: Ich verdiene mein Geld mit der Behandlung GKV-versicherter Kinder.

Dr. med. Steffen Lüder, 13051 Berlin

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema