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Kurz informiert

Dtsch Arztebl 2019; 116(13): A-644

Grunert, Dustin; EB; BF; kw

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Tecentriq® plus Avastin® als First-Line-Therapie beim NSCLC – Atezolizumab (Tecentriq, Roche) ist in Kombination mit Bevacizumab (Avastin, Roche) und Chemotherapie zur First-Line-Therapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit nicht-plattenepithelialer Histologie zugelassen. In der Studie IMpower 150 verlängerte sich unter der Therapie mit Atezolizumab, Bevacizumab und Chemotherapie das mediane Gesamtüberleben (mOS) um 4,5 Monate gegenüber der Vergleichstherapie mit Bevacizumab und Chemotherapie. Insbesondere Patienten mit Lebermetastasen und Patienten mit EGFR-Mutation (nach Versagen zielgerichteter Therapien) profitieren von der Behandlung. gru

Quelle: Pressemitteilung von Roche Pharma vom 8. März 2019

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Colitis ulcerosa: Mit Biologika nicht zu lange warten – In 20 % der Fälle entwickelt sich aus einer limitierten eine ausgedehnte Colitis ulcerosa. Um den progressiven Verlauf zu verhindern, ist eine frühe Krankheitskontrolle „der Schlüssel zum Erfolg“, betonte Professor Jean Frédérc Colombel, Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York. Das „window of opportunity“ müsse genutzt werden, um die Expansion der Erkrankung zu verhindern. Schlägt die First-line-Therapie mit 5-ASA fehl, sollten zügig Biologika eingesetzt werden. „Wir warten möglicherweise zu lange mit dem Einsatz von Biologika“, so Colombel, und bemängelte gleichzeitig den übermäßigen Einsatz von Steroiden, der bei Colitis ulcerosa noch höher ist als bei Morbus Crohn.

Gepoolte Daten der Ultra-1- und 2-Studie für Adalimumab (Humira®, AbbVie) zeigen die rasche Wirksamkeit des Biologikums. Die beiden Subscores „Rektale Blutung“ und „Stuhlfrequenz“ besserten sich bereits nach 2 Wochen signifikant im Vergleich zu Plazebo. Für Hämoglobin und Albumin wurde nach 4 und 8 Wochen ein signifikanter anhaltender Vorteil gefunden. Eine normale Mukosa zu Woche 8 wurde unter Adalimumab bei 13 % der Patienten, unter Plazebo bei 6 % erreicht. bf

Quelle: Symposium „Rapid control of Ulcerative Colitis: Can we optimze the treatment?“, Kopenhagen, 8. März 2019; Veranstalter: AbbVie

Luxturna® als erste Gentherapie in der Ophthalmologie – Luxturna® (Voretigen Neparvovec) ist indiziert für erwachsene und pädiatrische Patienten, die eine erbliche Netzhautdystrophie aufgrund von nachgewiesenen biallelischen RPE65-Mutationen aufweisen und über ausreichend lebensfähige Netzhautzellen verfügen. Voretigen Neparvovec wird einmalig im Abstand von mindestens 6 Tagen in jedes Auge verabreicht. Nach Injektion in den subretinalen Raum wird mithilfe Adeno-assoziierter Viren (AAV) eine intakte Kopie des RPE65-Gens in die verbliebenen Retinazellen eingeschleust, die die Funktion des mutierten Gens übernehmen kann. Hierdurch kann sich das Sehvermögen verbessern und teilweise, wenn auch nicht vollständig, wiederhergestellt werden.

Wirksamkeit und Verträglichkeit von Voretigen Neparvovec wurden in klinischen Studien mit einem für diese sehr seltenen Erkrankungen repräsentativen Kollektiv von insgesamt 43 Patienten untersucht. Dabei konnte bei 90 % der Patienten, die im Rahmen der Phase-III-Studie mit der Gentherapie behandelt wurden, nach einem Jahr eine Verbesserung der Orientierungsfähigkeit unter schwachen Lichtverhältnissen beobachtet werden (primärer Endpunkt). 65 % der Patienten konnten sich nach einem Jahr sogar auf dem niedrigsten Lichtlevel von nur einem Lux im Raum orientieren. gru

Quelle: Pressemitteilung der Novartis Pharma vom 13. März 2019

Außervertriebnahme der Esbriet® 267 mg Hartkapsel – Roche Pharma informiert, dass der Vertrieb der Esbriet 267 mg Hartkapsel (Pirfenidon) zur Therapie der idiopathischen pulmonalen Fibrose ab dem 1. April eingestellt wird. Die Einstellung erfolgt nicht aufgrund von Sicherheitsbedenken oder Qualitätsmängeln. Noch im Markt befindliche Restbestände der Hartkapsel bleiben verkehrsfähig und werden von der GKV weiterhin erstattet. Die Tablettenformulierung von Esbriet® in den Wirkstärken 267 mg und 801 mg ist weiterhin erhältlich. EB

Quelle: Pressemitteilung von Roche Pharma vom 12. März 2019

Ein Jahr Anti-IL-5-Rezeptor-Antikörper Fasenra® Bei Patienten mit schwerem Asthma ist insbesondere die langfristige Symptombefreiung wichtig. „Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Patienten einen extrem hohen Leidensdruck haben und in ihrem Alltag durch die entzündliche Erkrankung sehr eingeschränkt sind“, so Prof. Marek Lommatzsch, Rostock. Der Anti-IL-5-Rezeptor-Antikörper Benralizumab (Fasenra, AstraZeneca) bietet Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma seit nunmehr einem Jahr eine nachhaltig wirksame Therapie bei anhaltend guter Verträglichkeit. Dafür sprechen die ersten Ergebnisse der Langzeitstudie BORA. Sie zeigen unter anderem, dass die Reduktion der jährlichen Exazerbationsrate längerfristig aufrechterhalten werden kann. 74 % der Patienten mit einem Ausgangswert der Blut-Eosinophilenzahl von ≥ 300/μl blieben im 2. Behandlungsjahr mit Benralizumab exazerbationsfrei. Auch die zuvor in den Zulassungsstudien SIROCCO und CALIMA beobachtete Verbesserung der Lungenfunktion konnte erhalten werden.

Ein positiver Nebeneffekt dieser Biologika-Therapie: Die Gabe oraler Kortikosteroide (OCS) kann deutlich reduziert und teilweise sogar komplett vermieden werden. „Nicht unerheblich, wenn man an die schwerwiegenden OCS-Nebenwirkungen denkt“, betonte Lommatzsch. kw

Presse-Dialog „1 Jahr Fasenra®: Therapie des schweren Asthmas in Praxis und Alltag“ im Rahmen der DGP-Jahrestagung, 14. März 2019, München, Veranstalter: AstraZeneca

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