ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2019Debatte um § 219 a: Lebensrecht
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Die Berichterstattungen über die Neuerung von § 219 a lassen leider Objektivität vermissen. Bei den Berichten ist ganz klar zu erkennen, dass die Autoren eine Aufweichung der aktuellen Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen befürworten, beispielsweise durch herabwertende Formulierungen wie „sogenannte Lebensschützer“. Damit wird auch jeder Arzt, der seinen geleisteten Eid ernst nimmt, menschliches Leben unter allen Umständen zu schützen, diffamiert. Schade, dass ausgerechnet im Ärzteblatt so eine tendenziöse Berichterstattung erscheint!

Es ist unumstritten, dass das menschliche Leben mit der Empfängnis beginnt. Trotzdem wird dem Embryo in der aktuellen Debatte wieder einmal jegliches Lebensrecht und damit auch die Menschenwürde abgesprochen.

Ich als junge Ärztin setze mich dafür ein, dass sich in einem Wohlstandsland wie Deutschland keine Mutter aus finanziellen oder sozialen Gründen gegen ihr Kind entscheiden muss. Ich möchte in 50 Jahren nicht von meinen Enkeln gefragt werden: Warum habt Ihr nichts unternommen? Sag nicht, Du hättest es nicht gewusst, dass Millionen Kinder im Mutterleib getötet worden sind!

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Es wäre wünschenswert, dass auch in der aktuellen Debatte mal der ungemütliche Standpunkt zur Sprache kommt, dass wir nicht von einer Appendix oder von Tonsillen sprechen, sondern von einem Menschen. Mit Würde. Und mit Lebensrecht.

Dr. med. Angela Lugert, 90451 Nürnberg

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