ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2019Risiko­struk­tur­aus­gleich: Kassenfinanzen und Strukturen vor der Neuordnung

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Risiko­struk­tur­aus­gleich: Kassenfinanzen und Strukturen vor der Neuordnung

Dtsch Arztebl 2019; 116(13): A-609 / B-501 / C-493

Beerheide, Rebecca

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat erste Eckpunkte sowie einen Referentenentwurf zum „Gesetz für eine faire Kassenwahl in der GKV“ vorgelegt. Damit will das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium den Risiko­struk­tur­aus­gleich (Morbi-RSA) sowie die Organisationsformen der Krankenkassen verändern. Wichtigster Punkt wird die bundesweite Öffnung der elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen) sein. Wer in eine AOK will, kann sich derzeit nur in der AOK an seinem Wohn- oder Arbeitsort versichern lassen. Mit einer Änderung im Sozialgesetzbuch V soll dieses jahrzehntealte Prinzip verändert werden. Die Aufsicht über die AOKen ginge von den Ländern auf das Bundesversicherungsamt über. Mit der lang erwarteten Reform des Morbi-RSA soll zudem ein Vollmodell bei der Bewertung von Krankheiten eingeführt werden. Damit werden statt 80 Krankheiten, die bislang beim Finanzausgleich zwischen den Kassen eine große Rolle spielten, nun 300 Krankheiten berücksichtigt. Ebenso soll es Veränderungen bei der Alterinteraktionsterme und den Erwerbsminderungsgruppen geben. Die Pauschalen für Disease-Management-Programme werden gestrichen. Künftig sollen zudem eine Regionalkomponente, ein Risikopool für Hochkostenfälle sowie eine Vorsorgepauschale eingeführt werden. Mit der Reform soll es auch weitere Strukturveränderungen bei den Kassen geben. Dazu gehören neben der AOK-Öffnung ein neues Haftungssystem, Wettbewerbsregeln sowie eine Veränderung in der Struktur des GKV-Spitzenverbands. bee

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